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Happy & Holy-Days

Das erste Weihnachtsfest ohne Baustress….dafür grippaler Pest.

Pünktlich zum Start der Ferien hat’s mich als letzter der Riege doch noch erwischt und so konnte ich unsere Festivitäten nur mäßig genießen. Während vor Weihnachten bei -10 Grad Skifahren in Willingen möglich waren und wir alle Oliven und Palmen wohlwärmend verpackt haben, herrschen nun frühlingshaft-stürmische Plusgrade. Zum gestrigen Sylvestertag hatten wir 16 Grad und Sturm, dass kaum eine Rakete anzündbar schien – kein Wunder, dass halb Deutschland einschl. Muttern und meiner Mitarbeiterin Sue teils mit Fieber darniederliegen. Zum heutigen neuen Jahr gehts zumindest bergauf und ich hoffe die zweite Ferienwoche mit Eisbahn Zollverein, Lago und Weihnachtszirkus erfreulicher gestalten zu können, nach dem nun auch der Bauzirkus zu Ende gegangen ist.

Seit über 4 Jahren tappe ich in Dads Fußstapfen und habe zunächst Martin-Luther und in den letzten Monaten Hometown Abbey zu Ende geführt. Sehr intensiv und vielfach nervenaufreibend scheint es kein Wunder, dass Dago mir den Architektenberuf nicht hat empfehlen können. Dazu Coronapest, Lieferengpässe, „Handwerker(un)logik“, Russenwahnsinn und einhergehende Materialunsicherheit und Kostenexplosion. Auch finanziell dürfte bei aktuell zweistelliger Inflation unser Haus inzwischen 20-30% teuer liegen. Ich bin froh derart heil und mit tollen Ergebnissen beide Projekte final zu haben. Auch wenn es Kleinigkeiten wie Eingangsüberdachung, Wallboxagronie und Wärmepumpenhysterie noch zu überwinden gilt. Und das lag vor allem auch an guten Partnern, die uns begleitet und betreut haben.

Zunächst möchte ich en-bau um die Architekten Schaffeld nennen. Auch wenn Schaffeld junior ab dem Zeitpunkt der Bauvertragsunterzeichnung (für mich überraschend) das Zepter an seine Bauleiter überträgt und selber nicht mehr vor Ort ist. Auch wenn die Bauleiter dem wachsenden Erfolg und der Anzahl an Projekten nicht immer herr werden konnten und auch wenn es im Projektmanagement und fachlich-spezifisch nicht immer optimal zuging und die Bauleiter sich zu sehr auf die eigenen Handwerker verließen. Nach meinen Erfahrungen in all den Monaten auch im Vergleich zu anderen Bauträgern wie Kochan oder gar Fertighausanbietern wie Bien Zenker ist en-bau ein sehr guter Partner mit hoher Transparenz und offenem Visier, der stets auch pragmatisch und schnelle Lösungen sucht und meist auch findet. Ohne en-bau wäre mit unserem Portemonnaie dieses Projekt nicht umsetzbar gewesen und bis heute steht uns der Partner mit Rat und Tat zur Seite.

Zum zweiten sei die Firma Dawin genannt, die mich bereits in in der Martin-Luther begleitet hat und hier die klassizistische Fassade verantwortlich gestaltet hat.

Und last but not least unsere Fraktion Family & Friends, die Suse und mir mit viel Leidenschaft, Energie und Know-how geholfen haben: Lil, Lus Dauerpower, Mum, Sandi & Adam, Hanne & Gerd, Jil & Basti, Klaus, Ossi, die Nachbarn mit beiden Denissen und Markus, Nils und Matze und sicher auch Bine und die restliche Umzugscrew.

Alle drei Supports waren Garanten des Erfolgs und gebühren eines MEGADANKS!

Weitere wichtige Partner mit fairen Leistungen waren: Holz Hegner, Bauzentrum Stewes, Küchen Brauckhoff, Elektro Woiki, Fliesenoutlet und Fliesenrabatte, Kaminpartner Loverre, Interhype und Commerzbank (Kredit) Grünwaren in Goch (Olivenbaum), unsere Rohbauer von en-bau, Bauking, Aylux (Terassenueberdachung), Go-Baustoffe und Steinlando (Kies).

Natürlich gab es auch eine Reihe von negativen Erfahrungen. Sei es die beiden Galabauer, wovon der eine uns im Stich ließ und der andere ein kleiner Halunke ist. Sei es die vielen pauschalisierten Angebote, die sich bei Umrechnung auf Stundenbasis als neppende Bauernschlepper entpuppten. Oder die angeschmorten Fensterrahmen durch die Dachdecker. Und ohne unseren Gutachter hätten die Feuchtigkeitsschäden in Lus Anbau, die fehlerhafte Dachkonstruktion des Kamins oder gar die rostigen Konsolen der Firma Roski böse Folgen haben können. Auch die unzuverlässige Tiefbaufirma, das falsch verarbeitete Epoxitharz auf den neuen Fliesen oder einjährige Eiertanz um unsere Rolläden haben mir einige grauen Haare mehr beschert. Und ob ich Conzero als Poolpartner nochmals wählen würde mit günstigster Beckenlösung aber Eigenleistungen, die just-in-time kaum stemmbar sind und immense mentale und physische Kraft gekostet haben, wage ich zu bezweifeln. Schöne Grüße auch an beide Knie, den rechten Ellbogen und meine Hüfte und viel Spaß bei der Rekonvaleszenz. Das Baseball-Comeback in 2023 wird nicht leicht.

Unterm Strich aber überwiegt die pure Freude und auch ein wenig Stolz das Geleistete und über unser neues zu Hause. Und nahezu alle Elemente und Ausstattungen würde ich auch heute noch so umsetzen und selbst Suse hat unseren modern-klassizistischen Stil inzwischen lieb gewonnen. Einzig die Aussicht auf Glen Hoheward etwas begrenzt durch die klassizistische Fensterführung wäre diskutabel, aber eben kaum lösbar. Und letztlich geschenkt, da es auch Vorteile bietet. Und ob Bossen, Sprossen, französische Balkone, das geräumige Wohnzimmer mit herrlichem Kamin, der Treppenaufgang, die Bäder oder Gesamtaufteilung bis hin zur Gestaltung des Gartens. Es ist Demut angezeigt angesichts des Erreichten.

Möge nun hier in Hometown Abbey viel Freude, Spaß und positive Energie einkehren und vielleicht auch zukünftige Generationen noch holy-happiness erfahren. Nun aber bitte zunächst uns -:).

Hiermit schließe ich dieses Bautagebuch am Neujahrstag im Januar 2023 und hoffe einigen Bauherren substanzielle Hilfestellung geboten zu haben und uns in jedem Fall eine schöne Erinnerung an eine intensive und einzigartige Zeit.

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Mission completed

Die letzten 2 Tonnen Donaukies nach 3,5 Tonnen in der letzten Woche mit Lu und Matz und angeknackster Rippe verfüllt und exakt auf den letzten Stein aufgebraucht. Bei sonnigen 25 Grad am 30. Oktober 2022 einen Tag vor Halloween ist unser Projekt Galabau zu Ende. Ich frage mich nur, was ich von jetzt an den Wochenenden unternehme?

Ok es fehlen noch einige Sichtschuzstreifen, vielleicht eine kleines Tor am Weg zum Pool, Behälter für die Mülltonnen und Fliesen oben auf dem Staffelgeschoss und Balkon. Aber das ist zweitrangig und kann auch 2023 erfolgen.

Mein Ziel am 1. November die krassen Schlepp-, Schepp- und Schuepparbeiten beendet zu haben, hat tatsächlich geklappt. Darauf einen Glenfiddich!

Und auch en-bau ist nun auf der Zielgeraden, denn Dawin wird Mittwoch die allerletzten Fassadenarbeiten vornehmen, so dass knapp ein Jahr nach Einzug die letzte Rate an Schaffeld’s Bauträger fließen kann. Mein Fazit wird dieses Bautagebuch in der kommenden Woche abschließen.

Derweil werden wir morgen gemeinsam mit unseren Lieblingsnachbarn bei Feuer und Grill das denkwürdige Ereignis heute spuky feiern. Unser erstes Happy Halloween in Hometown Abbey.

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Mayday – Mayday

Langsam aber sicher geht nix mehr mit meinem Körper. Nun hat auch meine Schulter aufgegeben und das, wo in 2023 mein Baseball-Comeback geplant ist.

Vorletzter Samstag: Nico und Co starten um 7.00 Uhr mit den Fliesenarbeiten am Eingang. Endlich und glücklicherweise kurz vor dem bald zu erwartenden Schmuddelherbstwetter. Allerdings keine Woche zu früh, da Kochan kurz vorher mit der Nachbargarage fertig wurde. Gemäß meiner letzten Planung, lassen wir nun die Ceramicvision Outdoor 120x60cm von Fliesenrabatte just in time geliefert, abwechselnd mit 20cm Basaltsplit entlang des gesamten Eingangs bis zur Poolarea laufen. Parallel zu den Eingangsarbeiten, setzen Lu, Yuri und ich den restlichen Gitterstabzaun, wobei leider ausgerechnet der letzte Pfosten bei strömendem Regenwetter etwas aus der Waage geriet, mit dem Ergebnis, dass das letzte Zaunstück leicht hängt. Shit happens….

Eine weitere Premiere für uns drei: Zum Ende des Tages setzen wir gemeinsam Randsteine für unsere neuen Gräser. Lu als Betonmischer gibt alles. Und netterweise betoniert Chris Kollege, die von mir am Vortag gefundenen Betonzylinder, für die ziemlich komplizierte Poolabdeckung. Lu hatte noch verzweifelt versucht Nicos überdimensionierte Kästen einzugraben. Die Zylinder waren tatsächlich ein Glücksfund an der Baustelle nebenan und wesentlich einfacher einzubuddeln. Leider hat Galabauer Chris zu wenig Beton geordert, so dass der Eingang zu Lu erst in der kommenden Woche fertiggestellt wird. Hoffentlich!

Letzten Samstag trotz Hexenschuss weitere Arbeiten rundum den Pool. Und wieder eine Premiere: Lu und ich setzen Kopfsteinpflaster als Abgrenzung der Wiese (die leider recht viele gelbe Stellen aufweist und hoffentlich ein wenig Herbstdünger Abhilfe schafft) zum Pool. Nahezu den ganzen Tag habe ich an dem Erstlingswerk rumgebastelt. Und wenn Nils, der die Gardena und den Abwasserpoolschlauch (neu) verlegte, nicht permanent aufgepasst hätte, wäre meine erste Pflasterarbeit trotz gespanntem Band weniger waagerecht geraten…..

Montag dann mit Lu und ganz schönen Schmerzen 2,5 Tonnen Rheinkies als Unterlage rundum den Pool verfüllt. Glücklicherweise hatte Den bereits die betonierten Zylinder eingebohrt, so dass die immerhin 8 Halterungsstifte für die Zurrgurte der Poolabdeckung fix sind.

Als Obermaterial für die Poolumrandung haben wir nun Donaukies 16-30mm der Firma Gottwald geordert. Eine schöne Reminiszenz an meine Ahnen einschließlich Mama Kathrin, die über den gleichnamigen Fluss „Heim ins Reich“ beordert wurden. Die sogenannten Donaudeutschen. Suse hat die finale Entscheidung zwischen Donau- und Isarkies getroffen, wobei ich dann doch die etwas kleinere Version mit 15-30mm Größe favorisiert habe. 5 Tonnen werden durch die Firma, die ich unter go-baustoffe auf ebay entdeckt und zu schätzen gelernt habe, bis zum 20. Oktober geliefert. Der Kurs: 1.500 Euro brutto unschlagbar.

Heute dann mit Lu 2,5 Tonnen Basaltsplit um die Fliesen am Eingang verfüllt. Lu scheppt und schleppt den Split und ich fülle die letzte Gabione. Funny enough: Da einige Gabionensteine der Firma Steinlando übrig blieben, konnte ich das neue Gräserbeet damit ausstatten. Eher zufällig nun ein wunderbarer Kontrast des kleinteiligen Basaltsplit im Verhältnis zu den groben, großen Gabionensteinen. Ein echter Hingucker und Highlight unseres Eingangs.

Das wirkliche Highlight der Woche war allerdings eine anderes: Nach nur 3 Wochen gerät Lu mit dem schönen neuen Golf 7 auf herbstlicher Landstraße in eine Karambolage und es winkt ein Totalschaden. Exakt 1,5 Wochen an der Uni und schon hat Lu die 224 ausgebremst. Chapeaux: Die gesamte Straße wurde abgesperrt bei vollem Tatütata wie ich parallel am Handy mithören durfte. Krass: Der harte Crash samt Öffnung dreier Airbags und Vollkontakt Lus Kopf mit dem Cockpit, schiebt den Vorwagen noch zusätzlich in einen weiteren. Unter 20.000 Euro dürfte dieser Crash kaum liegen. Gut, dass niemand verletzt wurde, was tatsächlich auch für Li gilt, die heute glücklich und gesund von VOX wiederkam. Bonny, Hanny und Nanny lassen grüßen.

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Die Voegel kommen

Hitchcock lässt grüßen. Heute haben Lu und ich den ganzen Tag hunderte ja tausende von Vogelschissen, versucht zu beseitigen. Die Firma Haverkamp war so frei und hat ihren Kranarm lässig über unser Haus geparkt. Hunderte von Staren empfanden dies offenbar als Einladung und chillten am letzten Wochenende über unseren Köpfen. Als ich nach dampfgestrahlten Fliesenarbeiten am Vormittag erneut unzählige Vogelkennungen auf den Terrassenfliesen am Nachmittag vorfand, schwante mir Böses. Ein Blick gen Himmel offenbarte das Grauen. Die Voegel….

Was für eine „Scheisse“. Überall auf den Fliesen, den Gartenmöbeln, den Attikas und noch schlimmer an der schönen weißen Fassade. Aus den Regenrinnen rann am Sonntag tatsächlich Vogelscheisse – ätzend. Die nachbarschaftliche Bauherrschaften informierend, fühlte ich mich nicht gänzlich verstanden. Wahrscheinlich ist es auch kosmisch kakophonisch sich vorzustellen, wie hunderte von Voegeln auf einem Kran Ihren Mist abgeben, dass es Kacke regnet. Ich fand’s horrible.

Am Montag meldete sich immerhin Herr Haverkamp persönlich, nur um mir mit zu teilen, dass die Provinzial eher höhere Gewalt sieht, als bereit wäre den Schaden beseitigen zu lassen. Ok wenn ein Kran umkippt ist dann auch höhere Gewalt oder wie? Haverkamp selber scheint ebenfalls nicht bereit zu sein tatkräftig zu helfen, geschweige denn fuer die Reinigung aufzukommen. Sues Cabrioverdeck ist ebenfalls schwer verdreckt. Nun darf ich mich mit der Provinzial rumschlagen. Ausgang ungewiss. Beschissene Sache! Bauanwalt sehr wahrscheinlich….so sehen faire Partner aus. En-bau hätte anders reagiert. Seit Montag wird der Kran nun gen Norden „geparkt“. Sobald allerdings Sturm aufkommt, dürfte der Westwind, den Kranarm wieder zu uns schwenken. Wenn dieser Vogelkrimi eine Wiederholung erfährt, wird mich der Bauträger kennen lernen.

Natürlich hat sich der Kot bereits gekonnt in die Attikableche eingebrannt, so dass auch der neue Dampfstrahler heute kaum etwas ausrichten konnte. Dad’s Gerät hat leider am letzten Wochenende bereits den Geist aufgegeben. Immerhin konnten wir die Solarpanele heute komplett vom Unrat reinigen. Die Attikas sehen jedoch gar nicht gut aus; trotz Balanceakt auch auf den obersten Dachfirsten.
Einziger Vorteil des Schauspiels; auf der Garage konnte ich heute auf Grund der Reinigungsarbeiten feststellen, dass der Übergang des Hauses zur Garage nicht optimal abgedichtet scheint, denn Wespen haben sich ein Nest unter Lus Dach gebaut. Öfter mal was neues. Aber Florian ist eh auf der Zielgerade mit unseren letzten Arbeiten und wird sicher Hilfestellung bieten. Wahrscheinlich muss die Stelle durch Schäpers abgedichtet werden.

Die neuen Nachbarn fühlten sich ebenfalls nicht aufgerufen in irgendeiner Weise zu helfen und so muss ich abwarten, ob die Provinzial sich bereit erklärt eine Reinigung der Attikas und Fassade zu bezahlen. Unsere Reinigungsarbeiten heute waren jedenfalls nicht vollumfänglich erfolgreich.

Erfolgreich erfolgt ist nun allerdings und endlich der Anschluss unserer Wallbox und des Homemanagers. Die Firma ETW und der nette Herr Wünsche haben es nach Monaten geschafft und Zeit gefunden just in time mit der Abholung des hybriden Golf aus Osnabrück. Und so konnten wir quasi am lebenden Objekt prüfen, ob die Wallbox den Golf tatsächlich auch auflädt. Immerhin 50 Kilometer sind nun durch unser eigene Tankstelle kostenfrei, zumindest wenn die Sonne scheint. Der Homemanager, der dan von „Autarkie“ spricht, ermöglicht zudem die genaue Überwachung wieviel eigenen bzw. Fremdstrom wir verbrauchen. Das ein Fön ein Elektrofresser pur ist, war mir so auch nicht klar und Lu wird nun hoffentlich den Relaxer etwas weniger gebrauchen?

Kommenden Samstag kommt Chris und wir hoffen, dass dann der Eingangsbereich finalisiert wird. Glücklicherweise hat Kochan Wort gehalten und in dieser Woche die Garage gestrichen. Gut, dass man unserem Wunsch entsprechend auf einen Anthrazitanstrich zu unserer Seite hin verzichtet hat. Nun haben wir strahlendes weiß sogar mit Glitzereffekt. Wer’s mag…..Bin ich froh, wenn wir vor dem nahenden Herbst den Eingang, den restlichen Zaun und die Kiesarbeiten um den Pool final haben. Mit Den habe ich letzte Woche den Pool still gelegt, da wir die Technikbox an anderer Stelle parken mussten. Hoffentlich funktioniert das alles nächste Woche wieder. Auch 4 Tonnen Rheinkies stehen seit Donnerstag bereit und mindestens genauso viel benötige ich an Zierkies, um die Poolarea zu verschönern. Stewing hat mal wieder schnell und günstig geliefert. Nun muss ich noch jemanden für den von mir favorisierten Donaukies finden. 6 Kubikmeter hat Florian für alles errechnet, entsprechend 9 Tonnen Kies mit einer Körnung von 6-8 mm. Freue mich schon auf die weiteren Schubkarren- und Schöpparbeiten…..

Etwas Sorge bereitet mir noch die Installation der Poolabdeckung. Immerhin 10 Befestigungshaken müssen stabil an den Kopfseiten des Pools installiert werden und das in exakter Position. Chris hat mir bereits passende Schalungen gebastelt, die wir dann betonieren und gleichzeitig die Haken einlassen. Hat mir von der Poolakademie auch keiner gesagt, was da alles zusätzlich auf einen zukommt.

Schade, dass die Abdeckung nun auch dringend geboten ist. Da „unsere“ Regierung das Poolheizen verboten hat, nur um weiter ihren eigenen CO2 Fußabdruck durch weltweites Reisen und brüllerhafte Fehlentscheidungen durch reinste Ideologie zu maximieren, werde ich den Pool wohl in den Winterschlaf schicken (müssen). Wer weiß denn, ob in diesem Land und insbesondere dieser Stadt nicht gar ein städtischer Kontrolleur mit „Fernthermometer“ das städtische Finanzsaeckel versucht auszubessern, in dem er Poolknöllchen verteilt. Denn nun kommen ja auch bald die russischen Deserteure, die wir nur all zu gerne auch noch willkommen heißen. Vielleicht könnten wir ja additiv zur Gasumlage noch über eine Kriegsumlage nachdenken. Michel schlaf weiter.

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Lang lebe die Queen

Hometown Abbey trauert um Queen Elisabeth. Welch eine Institution direkt neben dem Dalai Lama stehend unvergesslich und unvergleichlich unique. Heute sind wir alle British und das nicht wegen des ersten Regenfalls seit gefühlt einem halben Jahr. Unsere virtuelle Flagge weht in jedem Fall auf Halbmast.

Am Wochenende haben Lu und ich die Fläche an der Garage mit feiner Pinienrinde ausgefüllt, nachdem wir geschätzt 100 Schüppen Muttererde entsorgen mussten, um die 5-6cm Tiefe für die Rinde frei zu schaufeln. Dank an die Rigole….Lu sah aus wie ein echter Kumpel der Zeche Hugo. Leo ist jedenfalls begeistert und die rund 20 Säcke a 70 Liter in der Körnung 0-7mm waren genau richtig für die 5×5 Meter. 6,99 hat Backes pro Sack veranschlagt. Fair enough. Dazu 10 Kirschloorbeeren a 11,99 Euro bei tom mit rund 1,3 M Höhe zu Pinkis Grundstück runden nun auch unsere Nordseite ab.

Die Luftaufnahme von unserem ehemaligen Bauleiter zeigt diese Stelle noch als Acker; genau wie das letzte Stück Rasenfläche nahe der Markise hier noch als Unkrautdschungel, dass nun ebenfalls kultiviert ist. Tolle Idee von Chris, unseren Julistatus aus der Luft abzulichten und zu dokumentieren.

Sue, Tahi und ich haben zusätzlich am Samstag die neuen PV-Folien angebracht. Ideale Fingerübungen und das Flechten der rund 70 Streifen auf immerhin 7 Flächen ist für jeden Fingernagel ein Genuss. Nun also die harte Variante. Ebay macht’s möglich. Für 80 Streifen a 2,54 Meter ganze 315 Euro im Gegensatz zu dem doppelten bei einschlägigen Anbietern. Tiptopcarbon ist nicht nur günstig; die Lieferung kam postwendend. Leider hat Wesa-Dress aus Heiligenhaus die alten weichen PV-Folien nicht zurück genommen. Schade, denn letztlich konnten die Schienen bei der Dicke unseres Gitterstabzauns nicht passen. Dennoch ist Wesa Dress eine gute Adresse in Sachen Zäunen. Auf Beratung sollte man hier allerdings nicht zählen. Auf Kulanz offenbar auch nicht….

Nun geht es Ende des Monats an den Eingang, wobei abzuwarten bleibt, ob Kochan es nun tatsächlich schafft die angrenzende Garage fertig zu stellen.

God save the Queen und dies ist tatsächlich ein black friday für alle Traditionalisten. Passend dazu mein Leserbrief in der WAZ….

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Lustkauf

Nein wir haben heute nicht die hunderte Kilo schwere Olive um 7 cm verschoben. Stattdessen durften wir das heimische Darkmoor freilegen, die völlig durchnässte Erde entsorgen, austrocknen, Kies verfüllen, neue Erde rankarren und den frischen Bertlicher Rollrasen auflegen. Kein Genuss aber Ende gut alles ok und die Olive bleibt genau dort stehen, wo sie steht. Du Lustobjekt des Jahres der Firma “Gruenwaren” aus Goch. Immer gerne wieder. Glücklicherweise gehen die Sprenkler auch wieder und Florian unser alter Bauleiter hat den Ablauf des Balkons begradigt. Es schaut tatsächlich so aus, als gebe es Licht am Horizont in Hometown Abbey.

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Schatz im Silbersee

Fast so schön wie die Aufführung in Elspe mit Lil letzte Woche, strahlt unser Pool bereit für “Adamische” Wassernixen. Niko hat heute den Pool fertig gestellt und die Seitenverkleidung angebracht sowie das Bankirei in dunkel geölt. Schlauerweise, nicht wie ich letzte Woche, inklusive den Topf vorher zu schütteln…..2,5 Tage mit Plattenverlegung über die letzten Wochen verteilt mit Untergrund, der Unterkonstruktion und dem Bankirei, dass erneut Holz Hegner geliefert hat. Allein das gute Holz lag bei rund 1.000 Euro. Zunächst hatte Niko zu meinem Bedauern abgesagt, um dann mitten auf hoher Costa-See doch direkt einen Termin anzubieten. So geschehen auf der Fahrt von der Cote d’Azure über die Provence nach Paris. Es sieht einfach nur top aus und diese Investition war es dann doch wert.

Mehr als bescheiden sieht dagegen das letzte Stück Wiese, dass Lu, Nils und ich am letzten Donnerstag verlegt haben, aus. Merke: Wer mit einer Mistgabel (noch von Dago) Unkraut jähten will, kann auch gerne mal die Schläuche der Sprinkleranlage im Boden treffen. Nils hat dann die in der Nacht recherchierten Gardena Verbinder eingebaut, was aber letztlich teilweise den Wasserdruck minderte. Am Ende durfte ich gestern Maulwurf Grabowski gleich, die Hälfte des neuen Bertlich-Rasens wieder öffnen, die Erde 30-40cm abtragen und alle drei Schläuche neu verlegen. Zwischenzeitlich war ich nahe einem Louis de Funes-artigen Cholerikeranfall als partout ein der Anlagen einfach nicht wollte….Später alles wieder zu und natürlich ohne Walze recht armselig und uneben im Ergebnis. Und das bei rund 35 Grad+…..Dafuer entschädigte der Abend mit den vier Katschis bei Pizza und guter Laune.

Heute haben die Mädels inklusive Lin den Sichtschutz am Zaun weiter gesponnen, so dass nun die Poolarea tatsächlich Form annimmt und niemand mehr dumm glotzen kann. Wie nervig manche Leute ohne Schirm, Scham und Co andere beobachten. Gruselig.

Nun können wir unser kleines Saint-Cyr-sur-Mer endlich genießen. Ok der gesamte Kies fehlt noch, einige Gabionensteine und der Zaun ist nicht final, da der Nachbar mit Kochan einen Bautraeger hat, der alles andere als professionell arbeitet (tausende von Styroporkuegelchen durchziehen seit Tagen unser Grundstück und den Pool, weil sie es einfach nicht drauf haben). Aber es geht voran, ich fische fleißig Kügelchen aus dem Pool und hoffe, dass der Sommerschnee irgendwann ein Ende findet.

Bei tropischen Nächten und dem blauroten Vollmond über Crange (Respekt Hanne, dass du noch in 80 Meter Höhe Schiffschaukel fährst) lecke ich meine Wunden. Ellbogen, beide Knie, Hüfte und Zeh. Noch nie habe ich körperlich so heftig gearbeitet und noch nie habe ich mir fast jeden Abend einen netten Wein oder Bierchen als Liebkosung gegönnt. Hoffe, dass ich die Blessuren wieder in den Griff bekomme, so dass ich im kommenden Jahr 5 statt nur 3 Ueberschlaege auf der Affenschaukel hinbekommen (hab ich Atemnot gehabt…).

Krass: Muttern hat gerade ihre Coronapremiere nach der Donaukreuzfahrt. Slapstick nach 2,5 Jahren ohne den Chinavirus.

Auch krass: Endlich habe ich auch Matze an die Arbeit bekommen. Immerhin 6-7 Schubkarren Kies hat er gefahren und den 500 Kilo Olivenbaum mit Lu und mir geschleppt. Geschleppt? Die spinnen diese Germanen. Ich frage mich immer noch wie das gelingen konnte….? Und ja ich habe die Galaarbeiten, zumal ohne echte Galafirma in Eigenregie umgesetzt, komplett unterschätzt. Aber schaue ich nun auf meinen Lustkauf des Jahres, der ca. 80-jährigen Olive fuer 400 Euro (schlappe 5 Euro pro Jahr!), ist alles gut.

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Heiho, Heiho…

….erst jetzt vergnügt und froh. Was fuer eine Maloche. Glück auf der Steiger kommt lässt mein Urgrossvater aus seinem Hugoschen Stollen ausrichten.

Am Vatertag hatte ich noch die geringe Hoffnung, dass das Schlimmste in Sachen Poolbau hinter mir waere, nach dem wir rund 8 Kubikmeter Lehmboden zusätzlich ausbuddeln mussten, da mein just engagiertes Baggerteam der Firma Storck nur 1,5 Meter ausgebaggert hatte, statt 1,74 Meter. Kleiner feiner Konzentrationsfehler meinerseits auch beeingt durch das wenig erfreulichen Organisation zum Aushub. Allein 2.000 Euro kosteten die rund 40 Kubikmeter Bodenabtransport. Abstrus und Pustekuchen, denn was dann kam, glich der „kleinen Lehmentnahme“ einem Kindergartenprojekt. Dabei hätte ich erahnen können, dass 8 Kubikmeter Kies und 22 Kubikmeter Split nicht von allein in die Baugrube springen.

Der Vatertag war bereits grenzwertig mit weiterem Aushub und Begradigung des Poolbodens. Knapp 1000 Schubkarren durfte ich bewegen. Am Samstag dann weitere Begradigung des Bodens, Auslegung des Vlies und Verfüllen von 5cm Kies auf dem gesamten Boden. Ossi gibt alles an meiner Seite. Der Montag bis Mittwoch allerdings waren dann der echte, der pure Stress, denn das Förmchenspiel auch noch unter Zeitdruck setzte dem Poolprojekt die Klabauterkrone auf.

Direkt am Montag Morgen kamen die beiden Mitarbeiter von Conzero bzw. der Poolakademie pünktlich um 8.00 Uhr (nachdem am Samstag der Fahrer mal eben einen Teil der Poolschienen zerschmettert hatte und das Unternehmen in Windeseile Ersatzteile herbeigeschafft hat) und stellten fest, dass der Boden nicht exakt in der Waagerechten war und ich somit nochmals 2-3cm auf einem Drittel der Fläche abtragen musste. Dazu „durfte“ ich einen Aushub fuer die Gegenstromanlage vornehmen. Ok mein Fehler dachte ich noch mit einigem Goodwill. Also erste Kiesschicht wieder raus, Vliess hoch und Spaten los. Ohne Frühstück reines Schweisstreiben. Nach 2 Stunden war es geschafft und das Metallgerippe konnte eingebaut werden. Am frühen Nachmittag dann die nächste Hiobsbotschaft, dass auch die folgenden 20 cm Kies von mir einzubringen seien. Für eine kurze Zeit habe ich gedacht meine Ohren wären nun vollends taub. Aber der Poolmann meinte es ernst, obwohl ich diesen Baustein nicht in meiner frei gegeben Checkliste aufgeführt hatte. Mein Glück war ein Tiefbauteam in der Nachbarschaft, die mit einem Bagger und 4 Mann tatkraeftig Hilfestellung leisteten und in rasender Geschwindigkeit das Kies mit mir auf der ersten Metallschienenhoehe verteilten.

Meine folgende Mission bestand in der Suche eines C-Standrohres samt 120 Meter Schlauch, da unsere Hydranten jenseits des Horizontes zu finden sind. Ganz einfache Nummer, die mich die letzten Nerven des Tages kosteten, denn Bodo meine vermeintlicher Trumpf sagte in letzter Minute ab und am Ende des Tages habe ich mir über Nachbar Lipi und meinem alten Tiefbohrteam die Schläuche zusammen gesammelt oder besser gestammelt.

Am Folgetag nahm der Wahnsinn seinen weiteren Lauf. Ohne die Jungs um Den x 2, Nils und Co sowie Ossi und Lu waere die Verfüllung der 22 Kubikmeter Split um den Pool herum unmöglich gewesen. Am Mittwoch habe ich gar am frühen Morgen bei HKL (Top!) einen kleinen Tieflader geliehen, damit die Anforderung der Poolbauer überhaupt final umsetzbar war. Legendär mein Weg hin und zurück mit 20 Stundenkilometer über 5 Kilometer hin und zurück – ein perfektes Strassenhinderniss Country Roads.

Am Mittwoch Abend nach letzten Füllarbeiten, hektischer Einweisung und letzten Säuberungsarbeiten, dann der totale körperliche Showdown und nur Chris kann mit einem alkoholfreien Weizen meinen nahenden Spatentot verhindern. Das die Nachbarn zwischenzeitlich nicht einmal mehr ihre eigene Strasse vor lauter Kies und Split nutzen konnten; mehr als eine weitere nette Nachbarschaftsgeste, nach dem Chris bereits am Vatertag Ossi und mir auf den letzten schweren Metern zur Seite sprang.

Donnerstag dann bis 22.00 Uhr Bürostau bereinigen und Freitag weitere Trainingseinheiten fuer Lu’s Sporttest an der Kölner Sporthochschule. Ob’s mit Reck und Sprintschwimmen noch klappt?

Mein Highlight der Woche; Sue und ich erlebe lebend den genialen Auftritt von Li’s Cheerteam im Moviepark. Ein Megaevent mit stolzen und faszinierten Eltern Hochdrei. Und erst heute am Pfingstmontag scheint mein Körper nach rund 1000 Schubkarren und unzähligen Spatenstichen in den Regenerationsmodus zu wechseln. Wobei der in jedem Fall nicht vergleichbar ist mit Lu’s, denn der hat es heute tatsaechlich geschafft seinen ersten 100-Metersprint kurz vor dem Sporttest in 11,8 zu laufen. Da machen die neuen Spikes ihrem Namen alle Ehre.

Fazit der Woche; wer meint fuer seinen Pool nur die Haelfte bezahlen zu muessen, muss halt leiden.

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Bum, Bum Bully

Erste Woche mit unserer 9 Wochen alten Bulldogge Leo. Erstmalig fahre ich einen Bagger und heute gehts in den ersten Mai 2022. Nebenbei durfte unsere Jugendlegende Bum, Bum Boris heute seine erste Nacht in einem Londoner Gefängnis verbringen. Vom Becker Hechtsprung zum Totalabsturz. Mehr Tanz in den Mai geht nicht….

Gestern mit Lu, Nils und Ramon 40 Kubikmeter Mutterboden, den en-bau just in time über Storck geliefert hat, verteilt. “Bereits” Donnerstag kam mir die schlaue Idee eventuell doch einmal damit zu beginnen, das zahlreich gewachsene Unkraut zu vernichten. Denn wilde Rauken, Disteln und Co könnten sich tief verwurzelt zu unangenehmen Emporkömmlingen entwickeln und eventuell den neuen Rasen verunstalten. So jedenfalls meinte der Familiengärtner Frankenburger. Also ran an die Wurzel des Übels und unzählige Spatenstiche statt Unkrautvernichter Round-up scheinen doch etwas naturfreundlicher; jedoch auch härter…..Parallel dazu galt es an die 50 grossformatige Fliesen weg zu schaffen, da auch Mr. Hartmen seine Terassenplattenverlegung nach zähen und magenunfreundlichen Verhandlungen am Mittwoch aufgenommen hat. Merke: Wenn ein Handwerker netto meint, der Kunde aber brutto denkt, kann ein fieses Gap entstehen.

Was ich für die Verlegung der Terassenplatten an unterschiedlichen Angeboten sowohl in Ausführung als auch monetär erhalten habe – verrückt. Alle möchten möglichst Pauschal und wenn man dann mal auf den Stundenlohn herunterrechnet kristallisiert sich schnell heraus, dass 75% der Angebote der reine Witz sind. 50-55 Euro fuer einen Fachmann zzgl 20-30 Euro fuer den Assistenten. Für meine 70 Quadratmeter zahlen wir nun an Arbeitslohn rund 5.000 Euro inkl Unterkonstruktion mit Trasszement, Verlegung und natürlich Verfugung. Sicher geht es auch günstiger; einige unserer Angebote lagen jedoch auch bei dem lockeren Doppelten. Nicht zu vergessen zzgl. Material. Wir haben uns fuer eine Villeroy & Boch Fliese Memphis dark grey 80x80x2 entschieden. Noch vor wenigen Monaten lag die Fliese im Stückpreis bei 32 Euro. Nun mit Putins Brutaloangriff auf die Ukraine und der anziehenden Inflation, explodierender Energiepreise und “Trittbrettteuerung” bei 39 Euro. Jedenfalls wenn man Glück hat; sonst auch gerne nahe 50 Euro. Leider waren die Fliesen vom Fliesenoutlet perfekt auf drei Paletten im Garten verteilt. Also händisch weg damit, was Luis am Donnerstag Abend fast den linken Grosszeh gekostet hätte. Glück gehabt, denn ohne ihn waere es unmöglich gewesen, am gestrigen Freitag den gesamten Mutterboden komplett zu verfüllen.

Leider musste Ramon den gesamten Boden erneut fräsen, da die letzten Baggerfahrten zur Verdichtung der Zwischenwege der Terassen mit RC-Schotter diesen derart verdichtet haben, dass eine ordentliche Durchlüftung unter dem neuen Mutterboden unmöglich gewesen wäre. Gut, dass wir sehr kurzfristig einer Fräse habhaft werden konnten; ansonsten hätte wir den Bagger einen weiteren Tag anmieten müssen.

Nach 10 Stunden mit Pastapause und kurzen Breaks, sieht unser Garten nun nahezu perfekt aus. In zwei Wochen kommt der Rollrasen und dann gehts weiter im Takt. Mein persönliches Highlight gestern; Andrews fast kindliches Vergnuegen erstmals mit einem Bagger nicht nur zu schaufeln, sondern eine Runde durch die Siedlung zu “cruisen”. Mein persönlicher Höhepunkt heute: Ich lebe noch auch wenn Knie, Ellbogen und Huefte inzwischen kaum mehr reanimierbar scheinen. Statt selber das Tanzbein in den Mai zu schwingen, schauen wir daher entspannt Lets Dance.

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April April

Könnte ein Scherz sein dieser Tag. War er aber nicht: Schneefall am 1. April 2022 mit 0 Grad, waehrend wir in der letzten Woche bei 25 Grad den Garten gepflügt, gefraest und begradigt, sowie das neue Terassendach vom Saharasand befreit haben. Nils hat eine ausgewachsene Fraese besorgt und er und Buddy Lu haben den Garten auf den kommenden Mutterboden vorbereitet. Da alle Galabauer entweder recht hochpreisig passend zur Hyperinflation daher kommen oder kaum Zeit finden, werden wir nun die Boden- und Rasenarbeiten in Eigenregie durchführen. Und nachdem Alex, der Galabauer von Pinki, uns kurzfristig charakterlos im Stich gelassen hat, da er ein groesseres Projekt bevorzugt, war ich gezwungen eine Reihe von Alternativen zu suchen, um die Terassenplatten professionell legen zu lassen. Immerhin 75 Quadratmeter muessen in Trasszement verbaut werden. Dabei scheint jeder Galabauer seine eigene Technik und Materialien zu verwenden. Und wieder muss es Marco richten…..ich hoffe das wird gut!

Gestern ein Hauch von Winterwonderland, ging’s heute bei eisigem Nordwind, Schneefall und zu wenig Sonne an den Zaunbau mit Ossi. Wir haben uns gegen den typischen Gitterstabzaun entschieden, der mich immer an das alte Parkstadion erinnert; auch weil wir keine Bepflanzung zum offenen Feld setzen wollen. Passend zum Klassizismus unseres Hauses, wurde ich bei der Firma GAH-Albers mit dem Zaun Chaussee, fuendig. Ein Schuss London calling clasht nun unser Auge, denn die nun fast 30 Meter Old-Scholl-Zaun, haben einen ganz besonderen Charme. Leider war der Aufwand immens. Zunächst mussten wir alle Pfosten 6-fach Bohren und zwar 100% exakt. Dann die Pfosten an die L-Steine anbohrend mit Lot und Wasserwaage, um die Zaunelemente einzuhängen und diese dann ebenfalls zu mehrfach anzubohren. Allein 3 Stunden hat Ossi benoetigt alle Pfosten und Elemente zu präparieren. Der finale Showdown dann zur Abendstunde mit selbst konstruierten Styroporquadern, in die wir den angeruehrten Zement eingefuellt haben. Und waere das der Job des Tages gewesen – alles gut. Aber es ist ja der erste April und so kam plötzlich der Mann mit dem Bagger um die Ecke….

Borggreve hatte bereits seine Hilfestellung angeboten, denn Pinki vermeldete letzte Woche, er habe einige Kubikmeter RC-Schotter übrig. Und mithin war es eine glückliche Fuegung, dass ein Mitarbeiter der Firma Stork heute mit dem Bagger vorbeikam und unsere Gräben zwischen Terassen und Hauswand verfuellte. Natürlich mit Andy an der Schueppe, was mich und meine Knochen weniger gluecklich machte, denn das 5-Kilo Ungetüm kam natürlich nicht bis in jede Ecke nahe an die Fassade heran…. In 2,5 Stunden mehr als 180 Grad ums Haus, muss der Schotter nun nur mehr verdichtet werden…..Top!

Morgen werde ich meine Gliedmaßen nicht mehr spueren. Egal; das wars wert.

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Stell dir vor es ist Krieg

….und 40 Millionen Ukrainer kämpfen fuer ihr Land, ihre Familien, ihre Heimat. Das Unvorstellbare ist eingetreten. Russland überfällt die Ukraine und zerbombt Städte, ganze Landstriche bis hin zu Krankenhäusern und Schulen. Die Stadt in der Teile unserer Ahnen lebten Odessa ist heute ebenfalls vom Meer unter Beschuss geraten. Hoffentlich gleicht sie nicht bald Mariupol, in der 100tausende Zivilisten ohne Wasser und Strom ausharren und die Russen gar auf Hilfskonvois schiessen. Niemand kann sich sicher fühlen auch nicht in Russland selber, wo selbst das Wort Krieg verboten ist, in den Mund zu nehmen. Welche heldenhafte russische Journalistin, die im russischen Propaganda-TV ein Schild hochhielt, um auf dieses Kriegsverbrechen hinzuweisen. Putin führt einen brutalen Bruderkrieg, belügt und verhoehnt die zivilisierte Welt, lässt Kinder ermorden und sein eigenes kritisches Volk, dass mutig gegen den Krieg demonstriert, einsperren. Millionen von Frauen und Kinder sind auf der Flucht, wenn es die Russen zulassen. Da verblasst alles rundum Haus, Baustelle und Alltagsproblemchen. Denn jeder Mann muss in der Ukraine an die Waffe und was das bedeutet, habe ich während meiner Fallschirmjägerzeit ansatzweise erfahren. Vielleicht nehmen mich auch deshalb die Bilder derart mit und lassen mich schlecht schlafen. Die Geschichte der Handvoll Soldaten der ukrainischen Schlangeninsel, die der russischen Flotte ein „Fuck yourself“ zuriefen als sie sich kampflos ergeben sollten und danach allesamt im festgenommen wurden oder starben, hat mich extrem beschäftigt. Hinzu kam, dass Lu aus Amsterdam Corona a la Omnikrom mitbrachte und mal wieder seinen Vater böse ansteckte. Glücklicherweise Li und Sue erneut nicht. Und erst heute mit Lu‘s Nachfeier seiner Volljährigkeit, geht es uns beiden Jungs wieder recht gut, auch wenn der ukrainische Alptraum nicht abebben will. Wenn sich Putin und seine unmenschlichen Verbrecher nicht an dem tapferen ukrainischen Volk die Zähne ausbeißen…..In jedem Fall werden wir Putins Russland boykottieren und unser Tripp nach Sankt Petersburg ist bereits gecancelt. Meine netten Spaziergänge im Gorky Park seinerzeit in Moskau werden wohl kaum ein Comeback feiern. Gut, dass der Westen einig ist wie nie und wir der Nato angehören. Gut, dass immer noch ein Funke Diplomatiehoffnung besteht und eines Tages diese Kriegstreiber und Kindermoerder ihrer gerechten Strafe zugefuehrt werden. Und gut, dass wir hier die Moeglichkeit haben zu helfen.

Recht ordentlich geworden sind in jedem Fall unsere beiden Eingänge mit Naturstein und je einer 180x60er Fliese. 160 Kilo wiegen die vorderen Blockstufen Tijan Dark. Wie auch immer Chris und Co diesen gehoben haben. Respekt! Nur Deni hat die Pflaster an der Garage zum Rand hin recht unregelmässig gelegt. Hoffe da geht noch was? Leider ist die Baustelle meines hinteren Nachbarn noch lange nicht final, so dass die weiteren Gala-Arbeiten Ruhen. En-bau wird den versprochenen Mutterboden erst in einigen Wochen liefern, so dass wir nicht weiterkommen. Auch von unserem Bauleiter hören wir nichts mehr und mit den steigenden Energiepreisen klettern quasi tagtäglich die Benzinpreise, aber auch die Preise fuer Fliesen und Co. Und unser Fliesenleger fuer die Terrasse lässt uns ebenfalls im Stich. Stornozeiten halt!

Lichtblick: Nils kann helfen die 40 Kubikmeter Mutterboden zu verteilen und er hat mit diesem Angebot heute einigen zeitlichen Druck von mir genommen. Nun bin ich unabhängig von unzuverlässigen Galabauern. Yes! Und zum zweiten war Lu diese Woche erstmals mit in Dagos Büro und schnuppert nun in den Foodsektor. Zwei Tage die Woche möchte er helfen und lernen. Wäre schön, wenn er Spass findet und gen Wirtschaft sein Studium aufnimmt. Ich habe ihm ein eigenes Bürozimmer hergerichtet inklusive Mikro gegen Heisshunger und Cooler und der erste Tag lief richtig gut. Letztlich ist es seine Entscheidung und Hauptsache er wird glücklich in seinem Job, sei es in Wirtschaft, Psychologie oder Pädagogik. Das ausgerechnet heute eine Freigabe eines Projektes für eine Cocktailmarke kam, ist eine glückliche Fügung, denn nun kann Lu einen typischen Job meiner Agentur von A bis Z miterleben.

Einen schlechten Job macht mal wieder die Stadt. Eher zufällig erfuhren wir von Bäumen, die vor unserem Traumblick gepflanzt werden sollen. 30-40 Meter hoch, ausgerechnet in der Regenmulde am besten noch unsere vorgeschriebenen Solarpanele verdeckend. Auf Anfrage meldet sich niemand zurück. Der Bürger, die Melkkuh ohne Mitsprachebefugnis. Gut, dass Dave unser Nachbar staedtischer Abgeordneter ist und zumindest er mit unserer Unterstützung etwas ausrichten kann. So die Hoffnung……. Analog zu Waldbogen 2.0. die nächste Schockernachricht. Jeder dieser Beamten wäre in der freien Wirtschaft verloren, wenn er sein Klientel derart behandeln würde.

Am Mittwoch kommt tatsächlich bereits unsere Terrassenüberdachung. 5×4 Meter sogar in RAL7016. Die Markise in mittelgrau mit Sue ausgewählt 8 Wochen später. Schlappe 10k kostet der Spass und da sind wir noch günstig und vor allem schnell unterwegs. Andere Angebote waren bis zu 50% teurer mit Lieferung im Herbst. Der nachbarschaftliche Tipp rundum Aylux war klasse, wie überhaupt unsere Truppe im Bogen gut funktioniert.

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Raketen – artig?

Dem Himmel ueber Hometown Abbey zu urteilen, haben die Buerger dieses Landes mit dem Streichholz abgestimmt und der Politik einen Knallfrosch gezeigt. Wenig artig haben viele Nachbarn und Nichtlemminge Raketen ins neue Jahr 2022 steigen lassen. Typischerweise meinte die politische Elite ihren Buergern verantwortliches Handeln nicht zuzutrauen und verbot den Knallerverkauf. Wie gut, dass es das Internet gibt und wie in meinem Falle Restposten aus den letzten Jahren und so hatten Li und ich riesen Spass heute Nacht.

Zunächst wollte ich mit einigen Nachbarn einen Fackelzug fuer die Kids samt Stockbrotzubereitung organisieren. Da aber auch dies nicht der neusten ”10-Mann&Maus-Regelung” entsprochen haette, haben wir die Frischluftaktion abgesagt. Nicht wegen der Regelung, die komplett sinnfrei ist, da wir draussen gewesen waeren. Aber wer weiß, welcher Denunziantengeist unterwegs aufgetaucht waere…..

Vom Geist der Weihnacht bis Dinner for One samt Lis 14ten war unsere Christmaspremiere wunderbar. Endlich wieder mehr Energie, keine Handwerker und Baustress bis Baulaerm. Bis auf drei Galabauer und Recherchen zu Terrassenplatten und Pflastersteinen, habe ich die Seele in Sachen Baufortschritt baumeln lassen. Auch weil unser Bauleiter seit der Übergabe krank ist und so sind nicht einmal die fehlenden Papiere uebergeben worden, noch die laengst versprochene Rahmenreinigung erfolgt. Der Rolladenpartner schaffte es auch nicht die letzten drei Rollaeden korrekt zu konfigurieren und fuer den unsaeglichen Metallbauer hat nun Herr Becker seinen Bauanwalt ins Spielfeld eingebracht und eine letzte Abmahnung aufgesetzt. Nahezu alle Einzelpunkte des Uebergabeprotokolls sind durch die Erkrankung von Chris nicht abgearbeitet worden. Hoffen wir mal, dass er die Feiertage nutzen konnte, um wieder fit zu werden und den finalen Prozess anstoesst.

Same procedere as last year wird 2022 sicher nicht, denn ein solches Projekt wie in den letzten 15 Monaten duerfte einzigartig bleiben. Auch wenn mir Dagos Fussstapfen manchmal gefallen haben. Wobei dieser Job in der heutigen Zeit nochmals stressiger sein duerfte und ich somit nicht ungluecklich bin, dass ich Unternehmen berate und betreue, statt wie es einmal mein Traum war Architekt zu werden.

In den kommenden Tagen werden wir das Projekt Garagenzufahrt und Eingangsbereich angehen. Die KV fuer die Arbeiten schwanken zwischen 2, 8 bis 10 tsd., wobei der guenstigste Galabauer bereits bei Danny bewiesen hat, dass er sehr gut arbeitet. Verrückt wie unterschiedlich Handwerker kalkulieren oder zocken und wie wichtig Ausschreibungen sind.

Fauxpax am Rande; die Commerzbank hat uns Bereitstellungszinsen in Rechnung gestellt, da sich unser Bauprojekt deutlich verzoegert hat und die letzte Rechnung von Seiten en-bau auf Grund der vielen Optimierungspunkte fairerweise noch nicht gestellt wurde. Nach einem kurzen Telefonat musste ich zwar immerhin 700 Euro bezahlen; jedoch wurde der restliche Kredit nun ausgezahlt. Ein wenig schoener Nebeneffekt.

Sehr schoen allerdings mein neuer Kunde aus dem Spirutosenbereich, der uns hoffentlich mehr finanzielle Spielraeume fuer das neue Jahr bietet. Mein letzter echter Urlaub liegt exakt 1,5 Jahre zurueck. Eins von weiteren persönlichen Recoverzielen fuer 2022.

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Heftige Wogen…

….am Waldbogen. Nach dem ausgerechnet ein lokaler CDU-Politiker vorschlug, den grün-doerflichen Charakter mitten in einer der groessten Metropolen Europas, dem schnoeden Mammon zu opfern und diese kleine Oase zu betonieren, war hier Alarmstimmung.

Nach kurzer Abstimmung mit einigen Nachbarn und Akteuren der Lokalpolitik, erschien unser offener Brief in der Presse und setzte dem Spuk ein vorlaeufiges Ende. Wobei in dieser Stadt mit diesen Politikern nichts unmoeglich scheint und wir auf der Hut sein werden. Zumindest FDP und Gruene haben dem Wahnwitz eine Absage erteilt und so bleibt zu hoffen, dass unser Blick gen Glen Highward gruen und unbebaut bleibt.

Schoen an der “little Horror-Story” war die solidarische Vorgehensweise dieser unserer kleinen Buergerschaft, denn insbesondere die suedlichen Bewohner waeren betroffen. Dennoch haben sich knapp 70 Familien an der Art Petition beteiligt. Ein gutes Gefuehl.

Es bleibt nun abzuwarten, was aus der Machbarkeitsstudie wird, die die Stadtoberhauptlinge in Auftrag gegeben haben. Warum nicht die unzaehligen Schrottimmobilien oder Industriebrachen renauturieren und entsptechend nutzen?

In Zeiten von Umweltschutz und Naturerhalt erscheint die Idee, die gruene Lunge der ehemaligen Bergbaustadt weiter zu beschneiden absurd und frech gegenueber denen, die dieses Fleckchen Erde nicht ohne Grund gewaehlt und entsprechend den Versprechungen der Stadt ordendlich dafuer bezahlt haben.

Sollte diese Pauke weiter getrommelt werden, duerfte hier ein gallisches Kriegsbeil ausgegraben werden.

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Fleißige Handwerker

Wer will fleißige Handwerker sehen, der……Dagos Entspannungssong fuer Lu‘s erste Wochen ist aktuell Programm. Unsere Balter Big Ben-Läute klingelte Donnerstag in einer Tour. Dachdecker, Sanitär, Schreiner, Fliesenleger, Treppenbauer und Chris mit den Roskileuten im Schlepptau. Fast konnte man den Eindruck gewinnen, dass selbst der gelassene Chris mit seiner Geduld in Sachen Metallbauer am Ende ist. Dass unser Bauleiter wie auf dem Foto selber hier und da Hand anlegt, ist natürlich extrem hilfreich. Und das eine zweigeschossige Treppe innerhalb von 4-5 Stunden final eingebaut wird, war fuer mich eine grosse Überraschung. Auch beim Anbringen der Balkonbrüstung war Chris massgeblich beteiligt und koordinierte das ganze. In den kommenden Tagen wird das Endlosprojekt finalisiert. Und das nach 1,5 Jahren, denn der Balkon war Gegenstand der Vertragsunterlagen. Einzig positiv: Nun sieht er exakt so aus, wie vereinbart und Li kann ihre Balkontuer nun offiziell öffnen. Wie ich allerdings mit Roskis weiterem Gewerk auf dem Staffelgeschoss umgehe, werde ich mit unserem Gutachter eroerten muessen, denn Roski will nicht einmal einen Termin zur Umsetzung nennen. Komiker!

Weniger komisch ist ist unsere Gefühlswelt in unserem neuen Haus. Ungläubig, völlig ausgelaugt, fasziniert, müde, glücklich und insbesondere permanent suchend. Zeit zum genießen bleibt noch nicht wirklich und alle kämpfen mit leichten Erkältungssymptomen bei diesem Themsewetter. Exakt bis zu unserem Umzug schien ueber lange Phasen die Sonne. Nun ist alles grau in grau und nur zum Abend klart es auf, so dass heute der volle Mond über den Feldern steht. Mittwoch zoomen im Hafenbüro und Lus final Countdown mit Madame Lulu (werde unsere gemeinsamen Lunches vermissen). Donnerstag Abend weitere Leerung der alten Behausung mit Lu-Power und Currywurst-Streit und Sperrmüll entlang der gesamten Strassenfront. Am Freitag alles rundum TV, Fritz und Satelittenortung und Samstag die vierte oder fünfte Vollladung Pappe, Papier und Co am ZBH mit anschliessender Rundumpflege meiner geliebten Palmen und Olivenbaeume, die nun ein wenig Zauber rundum den Wildgarten hinten und Geröllhalden vorne bieten. Langsam aber sicher stellt sich eine Art Trage- und Kartonphobie ein, selbst wenn es heute gelang 4-5 weitere Behältnisse im Arbeitszimmer komplett zu leeren bzw. zu sortieren. Statt Weihnachtsmarkt (die in Bayern vom bauernschlauen Söder und seiner Angstkultur bereits verboten wurden) haben wir auch unseren zweiten Sonntag genutzt, um im Haus weiter voran zu kommen. Nur die Garage ist noch eine einzige wueste Lagerhalle. Gar nicht so easy Geduld zu bewahren Easy.

In jedem Fall freue ich mich, dass die offenen Wunden an meinen Haenden langsam abheilen und Sues linke Seite “nur“ noch violett erscheint. Ideal waere sicher eine indische Ayurveda-Kur. Mein offizieller Antrag einer Bauherrenkur bei en-bau ueber Doc Chris, quittierte dieser allerdings nur mit einem lachendem Smily. Dabei haette ich sie definitiv verdient. Immerhin gibts bei dm nun Ashwaganda und Brahmi…..

Tiefpunkt der Woche: Rockabilly-Legende Ted Herold ist heute tragisch verstorben. Ein echter Teddyboy. Das Highlight: Der Blick auf Glen Grant gen Hoheward, der uns nun tatsächlich tagtäglich begleiten wird. Unglaublich!

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Flashback

Vor genau einem Jahr haben unsere Rohbauer die Bodenplatte gegossen. Selten ist ein Jahr derart gerast, derart stressig gewesen und hat ein derartiges Happy-end gefunden. Auch wenn wir alle recht platt sind gerade nach dem Umzug am Samstag, stellt sich immer mehr ein demuetiges Gluecksgefuehl ein, unser Traumhaus bezogen zu haben.

Natuerlich ist noch einiges im argen. Und leider ist es eben nicht so, dass mit Einzug Ruhe einkehrt. Jedoch soll tatsaechlich bald die Balkonbruestung fuer Li kommen. Nicht zu glauben…..Heute war auch der Dachdecker vor Ort und hat ebenfalls angekuendigt die Restarbeiten beim naechsten Sonnenwetter umzusetzen. Der Fliesenleger Kroh ist morgen am Start, um seine tolle Arbeit zu finalisieren. Leider funktioniert die Heizung immer noch nicht und Herr Angermann von Heisa Sendes laesst uns zappeln oder besser zittern. Und auch der Rolladenpartner Vogt kommt nicht aus den Hufen. Parallel dazu gibt es vieles zu organisieren und unser altes Haus ist ebenfalls noch lange nicht bezugsfertig.

Samstag war sicher der Hoehepunkt der letzen Wochen. Lu, Matz, Mik, Bast, Sila und die gesamte Family und Girlstruppe haben alles gegeben. Leider entpuppte sich die professionelle Umzugshilfe Ingo als kettenqualmender Pausenmacher, der nach Hochhiefung von Trockner und Waschmaschine kurz vor dem Herzinfarkt stand und spaeter beim “Rauswurf” von Li’s Schraenken aus dem OG in den Vorgarten mindestens einen Zahn locker hatte. Dafuer gab Andreas Gas und zeigte Lu, wie Mann mit Zurrgeschirr den schweren Garderobenschrank ins Haus hieft. Der wiederum hat gesichert in seinem ganzen leben nich nie so durchgezogen. Wahnsinn, was sich in unserem Haus angesammelt hat und wie viele Kartons und Objekte (die ich teils gar nicht mehr kannte) wir ruebergeschafft haben. Last Order hiess es dann gegen 21.00 Uhr mit der letzten LKW-Fuhre inklusive Pflanzen, Bikes und Kaminholz (wichtig). Selten war ich derart angespannt wie an diesem Tag. What a day….

Freitag soll nun auch das restliche Laminat fuer den zweiten Stock kommen, so dass auch die 400 Kilo Holz, die Killer Ayden mir morgen per Krahn auf das Staffelgeschoss hieft zu einer Sauna verbaut werden können; denn es wird nun nasskalt in good old Germany. Oder sollte ich besser sagen in Hometown Abbey, wenn man den Blick aus unserem Haus bei melancholisch-regnerischem Herbstwetter betrachtet? Darauf einen Glenfiddich!

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Der Hexer

Wenn man einen Europameister im Cross-Triathlon im Alter von 82 Jahren an seiner Seite, kann einem nicht viel passieren. Gerd in Action beim Regalausbau der Harry Potter-Kammer. Mit etwas Schrecken musste Suse in dieser Woche feststellen, dass eine rutschige Treppe zu ordentlich blau-bunten Flecken fuehren kann. Waehrend ich bei meinem fast ritualisierten 20.00 Uhr-Bad lag, um meine Knochen fuer den kommenden Tag einigermassen in Schuss zu halten, hoerte ich unvermittelt donnerne Geraeusche im Keller. Poltergeister? Es folgten Klagelaute mit anschliessendem unglaeubigen Staunen. Inzwischen ist die gesamte rechte Seite eine Art Regenbogen-Tatoo bei Chica Sue. Sie kaempft weiter mit unzaehligen Kartons und Lus Zimmer, das einem Truemmerfeld gleicht.

Sandi und Jil geben alles in Sachen Kleinmoebel (was fuer ein genialer 50er-Jahre-like Nachttisch ist das bitte) und Ikeaschraenken und Mum hilft beim Wienern der neuen Kueche, die von Brauckhoff just in time geliefert und aufgebaut wurde. Top! Marco hats ebenfalls gestern geschafft den Kamin zu finalisieren, so dass er ein wahrer Ey-Catcher geworden ist. Gleich kommt Loverre und wir zuenden das erste Feuer.

Chris unser Bauleiter hat tatsaechlich sein Versprechen wahr gemacht und eigenhaendig den vielen Baumuell der Baustelle eingesammelt, wobei er leider die ganzen Klinkerreste hat liegen lassen – dennoch bemerkenswert sein Einsatz! Und das, dass Warmwasser nicht lief, da der Monteur mal wieder nicht ganz auf der Hoehe war und alle Regler auf volle Pulle stellte, nicht aber das warme Wasser auf Go drueckte, ist halt ein Klassiker, der Chris und mich mal wieder herzlich wundern ließ. Gut, dass ich gestern in letzter Minute feststellte, dass ein Stopper der Rollaeden noch immer zu lang war fuer die französischen Balkone und fast eine weitere Rollade gekillt haette. Die beiden immer noch kaputten sollen am kommenden Montag dann doch final repariert werden. Man habe nun ueber die Firma Selve den Fehler gefunden. Man fragt sich nur, warum dieser Anruf nicht direkt getaetigt wurde? Im Ergebnis stehen nun ueber 500 Euro Zusatzkosten, die ich nun zusätzlich tragen muesste fuer Maler und Elektriker. Warten wir mal ab…..

Heute beginnt Umzug Teil 1 und ich bin recht zuversichtlich, dass ab Sonntag wieder ein normales Leben moeglich ist. Froh bin ich, dass mein Hauptkunde exakt erst ab kommender Woche meine Hilfe benoetigt und mich der Job in der heissen Eigenleistungsphase nicht voellig erschöpft hat.

Positives Highlight der Woche war sicher der Aachener-Luetticher Antikschrank der Firma Antik-Garden als Megasurprise fuer Lu, ein Mathereturn von Li trotz dieser turbulenten Zeit und ein neuer Kuehlschrank (leider ohne Icecruncher, da zu breit) gestern bestellt und heute geliefert. Das kann leider nur Armazohn….leider!

Mr. Woiki hat gestern seine Elektroarbeiten abgeschlossen und das Aussenlicht ist eine Augenweide, wie auch der gesamte Eingangsbereich, der ein wenig London-Calling versprueht. Auf den letzten Metern haben wir ueber eine nette Nachbarin den Tip der Letterbox erhalten. Die etwas andere Art des Postkastens. Herrlich!

Herr Gotzhein baut aktuell die Tuer unter der Treppe ein, wird im Anschluss unsere Schraenke zerlegen und morgen wieder aufbauen. Laeuft und alles besser als wochenlange Malerarbeiten….

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Lockup

Mit dem heutigen Tag haben wir die Schluesselgewalt und duerfen nun den Laden autak auf – und abschliessen. Cheers und Prosit zunaechst einmal mit gebremster Heiterkeit. Zu viel Stress in den zurueckliegenden Wochen mit vielen zum Teil vermeidbaren Unzulaenglichkeiten, Verzögerungen und fehlendem Support. Nur die eigenen Gewerke liefen und laufen reibungslos. Marco der Firma HaTroc aus Schermbeck ist solch ein Partner, der unseren Kamin mit einer Natursteinfliese veredelt hat. In wenigen Stunden ein 1-A-Job. Mr. Pink hat ihn uns empfohlen und insbesondere fuer Sanitaer werde ich Marco sicher noch häufiger kontaktieren. Wenn ich solche Jungs wie Marco oder Ossi nicht gehabt haette….Und ich darf nicht daran denken, welcher Zusatzaufwand notwendig war, um beispielsweise unser Treppenhaus in Q2 zu verwandeln, permanent verdreckte Waende zu streichen oder die aufgespitzten Rollaedentaster wieder zu verschließen. Darueber spricht natürlich niemand mehr.

Die gestrige Abnahme war anstrengend und langwierig. Knapp 50 Punkte von fehlerhaften Rollaeden, verdreckter Fassade, oder nicht abnehmbaren Rahmen auf Grund fehlender Reinigung bis hin zur immer noch bestehender Muellkippe rundums Haus zeugen von weiteren Herausforderungen, die laengst erledigt sein muessten. Da der Metallbauer immer noch nicht in der Lage ist nach 6 Monaten zu liefern, können wir auf unbefristete Sicht, nicht einmal die Balkone benutzen. Eine Frechheit und es ist kein Wunder, dass diese Firma bereits einmal pleite ging, wie ich jetzt erfuhr. Ein Knaller ist auch die vergebliche Suche nach dem Schuldigen, der fuer die 5.000 Kilowattstundenverbrauch zustaendig ist, die vor allem deshalb entstanden sind, weil die Sole bereits vor Wochen hätte eingebaut werden koennen. Schuldzuweisungen statt ehrlicher Karten auch bei der Rolladenarie, die kein Ende findet und heute ganze 7 Verantwortliche in lange Diskussionen ohne Ergebnis verstrickte. Auch hier werde ich die Stunden meines Elektrikers nicht ewig alleine tragen.

Da gestern noch die Schluessel fehlten, war dann heute der D-Day samt Vollversammlung: Fliesenleger, Maler/Kamin, Kuechenbauer, Elektriker, Rolladenpartner, Moebellieferanten, Laminatverleger, Heizungsmonteur und mitten drin Chris und ich inklusive zahlreicher Telefonate mit Galabauer oder Parkettfirmen und weiteren Elektroarbeiten mit Mr. Ossi.

Der Hit des Tages; beim Freilegen der Tuergriffe entpuppten sich diamantenartige Strassteine auf den Laengsseiten, dass ein russischer Oligarch die pure Freude haette. Wie man uns solch einen Tuergriff bei klassizistischer Architektur zugetraut hat, laesst uns erstaunen, zumal er in der Konfigurationsseite nicht ansatzweise als derart pornlike beschrieben wurde. Mitdenken – Freude schenken nein danke. Herr Ochtrup von Vogt hat immerhin versprochen kulant nach Alternativen zu suchen.

Unterm Strich sind wir nun kurz vor dem Move und ab kommender Woche und den nun folgenden Opimierungen durch en-bau bis Ende des Jahres sehr happy. Und unter Beruecksichtigung der Wachstumsexplosion des Bautraegers, der Materialknappheit und Coronapandemie ist eine 4-wöchige Verspaetung in Ordnung.

Moegen die letzten Meter nicht in unwuerdigen Schuldzuweisungen und Endlosoptimierungen enden.

Das die Uebergabe unsere Traumhauses exakt am Geburtstag von Papa und Architekt Dago geboren am 08.11.1933 vollzogen wurde, kann kein Zufall gewesen sein. Er hats sicher virtuell verfolgt.

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Durchblick

….scheint nur mehr unsere Fee zu bewahren, nebst tiefster Entspanntheit. Waehrend Familie Pink heute mit 2 Monaten Verzoegerung eingezogen ist, startete bei uns heute im dritten Anlauf immerhin der Fensterputzer. Denn am Montag ist die Uebergabe und da hilft klare Sicht. Mit unseren 22 bodentiefen Fenstern hatte der Partner von en-bau maechtig zu wiehnern. Und tatsaechlich wird er Montag weitermachen, da er verständlicherweise vorhin nach ca. 4,5 Std. und dem Megarevival ”Wetten dass….” zum Abend den Wischer fallen liess. Eigentlich sollte das ganze bereits Mittwoch abgeschlossen sein. Aber wir sind ja inzwischen abgehaertet in Sachen Terminsicherheit bzw. Verlässlichkeit.

Sicher aber war heute ein guter Tag. Nachdem Gerti und ich seit Mittwoch, parallel zu Andreas von Gotzhein im OG, Lu’s wundeschoenes Whiskey-Laminat final verlegt haben, war auch die Girls-Group vor Ort. Lil, Jili, Ariana, Bienchen, Vilolia und Muttarn. Oma Hanna schwang trotz Hueftprellung selbige und dat Irmchen sorgte fuer ein Catering vom feinsten. Alle Filzlaeufer raus, die Treppe entpuppt und der erste grosse Hausputz nahm seinen Lauf. Da gestern bereits die Firma Bauking terminzuverlaessig die Innentueren eingebaut hat, verlassen wir endlich die Rohbauoptik innen und die Raeume werden warm und wohnlich schoen. Das Parador-Laminat Eiche-History ist ein Volltreffer. Und mit einigen Huerden (die permanente Suche nach weggelegtem Werkzeug oder Schrauben ist einfach nur nervig) konnte ich weitere Lampen in Kueche, Abstellraum und Flur ohne Herzflimmern anbringen, während Gerti voller Stolz und Freude das Laminat zum Gartenfenster bei Lu zu Ende fuehrte. Nun fehlt nur mehr das Staffelgeschoss, dass ich allerdings ueber Gotzhein beauftragt habe, da die Zeit bis zum Einzug wie im Flug dahin rauscht.

Quasi taeglich erreichen uns aktuell Pakete mit Lampen, Nachttisch, Lichtfallen oder Sprechanlagen. Ich habe das „kleine Zubehör“ komplett unterschätzt und haette mich frueher kuemmern müssen. Wie auch Lu einfach deutlich zu spaet sein neues Zimmer konfiguriert hat. Immerhin kommt am Dienstag bereits deutlich frueher als avisiert (auch das ist in diesen Zeiten moeglich) sein Futonbett und am Mittwoch werde ich ihn mega überraschen mit einem Antikschrank, in den er sich verliebt hat. Ein Aachen-Lütticher-Barock Eichenschrank. Erworben bei Antik-Garden wie bereits vor 6 Jahren unser Garderobenschrank. Sehr guter Service und direkte Lieferung in Lu’s neuen Wigwam.

Auch wenn unser Boy heute statt um 10.00 erst um 15.00 Uhr erschien, zieht er gut mit und hat heute die Garage komplett gesaeubert und gereinigt. Top! Waere nur schön, wenn en-bau auch unser Grundstueck von den vielen Ueberbleibseln einzelner Handwerker reinigt, bevor wir einziehen. Chris hat es mir schon laenger versprochen. Astschocke war sein Tip Borggreve Junior anzusprechen, um zu eruieren, inwieweit er Schotter vor unsere Garage kippt, dass wir nicht versumpfen. Da der nette Herr Travolta als LKW-Fuehrer der Firma Storck sympathisch erschien und er die Bruecke baute, haben wir doch ein sehr versoehnliches Ende mit Borggreve Junior gefunden. Denn fuer eine kleine Mark erhielten wir nicht nur 7 Kubikmeter Schotter, sondern eine Verdichtung dazu. Von dem „Herr der Ringe Zwerg“ Ayden (der heste Bauleiter der Welt) bekam ich gar kostenfrei eine Noppenbahn, die ich vor die Hauswand platzierte. Und wenn jetzt noch Dennis die Pflasterung des Eingangs vor Weihnachten hinbekommt, waere das sensationell und hilfreich fuer die Winterzeit. Dann kann Alex mich mal gerne haben, der unser Commitment schlicht nicht einhalten wollte, mit der Begruendung er habe nun Auftraege direkt in der Nachbarschaft. Leute gibts…..

Mr. Ossi hat nun auch die Garage final verputzt, so dass kein Unterschied zwischen Dawins Hausputz und der Garage zu sehen ist. 1a-Job wie alle meine Partner fuer die Eigenleistungen. Voltmann Woiki stach da sicher heraus und selten habe ich ihn derart steilgehen sehen, als Vogt die Rolladenmisere auf ihn abwaelzen wollte oder Chris als Bauleiter nicht zum entscheidenden Termin erschien.
Viel krasser fand ich, dass Woiki den Jungs aufzeigen musste, wie anfaellig deren Sendertests sind. Das ich mich inzwischen haeufig persoenlich darum kuemmern muss, dass derartige Termine eingehalten werden, ist schon ein Witz von Onkel Fritz (Gott hab Herthas Bruder selig). Und das Chris trotz Recherche nicht herausfindet, wer einfach an der Heizung rummanipuliert hat und die Vorlauftemperatur wochenlang auf 50 Grad stand, zeigt einmal mehr, dass der eine oder andere ”Partner” den Durchblick verloren hat.

Durch muessen wir nun durch diese eine noch ausstehende Woche vor dem Umzug. Wie heißt so schoen eine buddhistische Weisheit: Mein Lebenszug heißt Zuversicht.

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Luftraum

Pedotherm ist der etwas seltsame Markenname des Herstellers unseres Lueftungssystems wie auch der Fussbodenheizung. Auch wenn die Einweisung gestern nach dem Motto “Dalli-Klick” verlief, so ist das System genial. Im Prinzip tauscht diese Wohnraumlüftung permanent die Luft im Haus auf kontrollierte Art und Weise. Im Winter sorgt ein Wärmetauscher dafür, dass bis zu 95 Prozent der ausströmenden Wärme mit der einströmenden Luft wieder genutzt werden. Im Sommer wird die einströmende Luft über eine Bypass-Regelung am Wärmetauscher vorbeigeführt, so dass die frische Luft direkt und kontinuierlich ins Haus strömt. Mit heute an Halloween und grandiosen 20 Grad duerfte also nach wie vor der Sommerbetrieb laufen.

Smarter Nebeneffekt: 30-50% Ersparnis soll das System an Heizkosten sparen. Das Konzept inklusive Erdwaerme als Standrad der en-bau-Vertraege in Ergaenzung zu der Solarloesung ist einfach top und sehr energiesparend.

Spärlich ist aktuell allerdings unser Baufortschritt, denn neben angeblichen Materialschwierigkeiten des Dachdeckers, meldet sich die Firma Roski Metallbau weder bei unserem Bauleiter noch bei mir persönlich. Selbst der Hinweis an Herrn Roski, dass seine Balkone als Absturzgitter hinreichende Bedingung der leangst ueberfaelligen Abnahme sind, scheint ihm schlicht einerlei. Handwerker sind die neuen Götter in blau, wie es scheint und haben es nicht einmal noetig zu antworten. Und das Herr Schaffeld als oberster En-bauer hier nicht persönlich interveniert, ist eines der Raetsel der letzten Wochen, die einfach nur energiezehrend mental wie koerperlich sind. Gut, dass die Malerarbeiten nach 4,5 Wochen abgeschlossen sind und mein handwerkliches Traineeprogramm nun etwas feinere Arbeiten vorsieht.

Mr. Klaus persoenlich hat mir am Donnerstag ein halbtaegiges Hardcore-Seminar in Elektrotechnik gewaehrt. Nach dem ich am Mittwoch bei der Befreiung aller Schalter und Steckdosen von Kleberesten einen fetten Stromschlag erhielt und kurzzeitig erahnen durfte wie sich ein Defibrillator anfuehlen muss, war es an der Zeit….. Und als gestern ”meine” ersten Wand- und Deckenleuchten selbstaendig verbaut leuchteten, strahlte auch ich vor Stolz eines Buerohengstes, dessen direkte Erfolgserlebnisse eher rar bis gar nicht erlebbar sind.

Rar war auch die Arbeit des Rolladenpartners. Obwohl seit Wochen bekannt war, dass immerhin 8 der 23 Rollaeden nicht korrekt funktionierten, ließ man Ossi und mich fleißig alles schön verspachteln und anstreichen, um dann am Donnerstag endlich vorbei zu schauen und die Waende fuer die Reparaturen zu öffnen. Da fehlen einem Worte. Und die Behauptung der Firma, es haette jemand an dem System manipuliert (was mit den ausgehändigten Sendern gar nicht moeglich ist) setzt dem ganzen die Rolladenkrone auf. Am kommenden Mittwoch ist ein Treffen mit dem Elektriker vorgesehen. Das wird sicher energiegeladen.

Mittwoch werde ich dann auch zum Laminatverleger geschult. Gerd und Christian wollen Hilfestellung bieten um die rund 50 Quadratmeter in Eigenleistung anzugehen. Und Arnold unser neu gewonnener Schreiner wird als Profi das OG verlegen, die Harry-Potter-Oeffnung und den Lichtschacht umsetzen. Lu und Matz haben gestern bereits das Laminat in alle Raeume geschleppt und verteilt. Gutes Fitnessprogramm fuer die beiden Baeren. Su und Lil haben parallel die Raeume gereinigt, wobei ich schlauerweise meinen Nachbarschaftskaffee stehen liess und Lil mitten drauf trat. Klirrendes Ergebnis: Das gesamte frisch gestrichene Treppenhaus hat nun wunderbare kuenstlerisch-chaotisch verteilte Kaffeelaeufe auf ca. 5 Quadratmeter. Ossi wird mich killen, wenn er das hört…..Halloween pur und mein anschliessender Mini-Amoklauf war slapstickgleich. Meine direkte Abbitte gegenüber Lil umfasste dann einen anschliessenden Kinobesuch mit Liveseats trotz meiner allmächtigen Sofa- und Relaxsehnsucht; fair-enough. In jedem Fall ist unser Haus nun frisch getauft und der Stapellauf kann gerne beginnen, so die Goetter in blau wollen.

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Die Erdwärme

Bei den aktuellen Energiepreisen und einer hyperventilierenden Energiepolitik können wir froh sein, neben Solar unsere Wärme aus der Erde zu gewinnen. Rund 80 Meter tief hat die Firma Ziegenhagen als en-bau Partner ihre Bohrung ins Erdreich geführt. Und das gleich zweimal direkt an Garage und Eingang. Spannend und ein wenig wie Oehlbohrungen in Texas, die wir bei Lus US-Jahr dallaslike sehen konnten. Nur, dass wir eben “saubere“ Energie gewinnen.

Das Prinzip ist recht komplex und entgegen meiner Annahme kommt die Wärme nicht direkt aus der Erde. In der Tiefe ist die Luft gerade mal 3 Grad so Herr Ziegenhagen. Entscheidend ist die Erdwärmeheizung, die eine Sole-Wasser-Wärmepumpe enthält, die in der Heizung ein Kältemittel zirkulieren lässt, das die Wärmeenergie in unterschiedlichen Prozessen gewinnt und in unsere Fussbodenheizung abgibt. Im Sommer haben wir zusätzlich eine Kühlfunktion einbauen lassen.

Ziegenhagen als Keypartner von en-bau fuer dieses Gewerk hat offenbar alle Haende voll zu tun. Und auch wenn es Unsinn war erst zum Ende des Bauvorhabens diesen Projektabschnitt durchzufuehren, sind wir dennoch froh, dass nach erfolgreicher Bohrung in der letzten Woche, die Kabel gestern verlegt und verbuddelt wurden. Leider ist nun unsere schoene neue klassizistische Fassade durch die intensiven Bodenarbeiten stark verschmutzt. Sehr aergerlich und bei sinnvollem Projektablauf vermeidbar. Chris unser Bauleiter wird zukuenftig noch in der Rohbauphase dieses Gewerk umsetzen lassen.

Letztlich bleibt auch der Endspurt leider ein Geduldsspiel, denn offenbar haengt Chris am langen Arm einzelner Handwerker und vermeidet klare Aussagen zu Timings. Das ist ein wenig Blindflug und wenn ich mich nicht zusätzlich neben Chris einbringen und teils den direkten Draht zu den Handwerkern suchen wuerde, waere es sicher nicht moeglich nun am 8.11. die endgueltige Abnahme vorzunehmen. Das ist zwar 3 Wochen später als zugesagt, jedoch verkraftbar, da wir nun kein Hotel buchen müssen…..

Die Kracher der Woche: Einmal hat es trotz hinlaenglicher Diskussionen rundum die Glastrennwand der Dusche nicht geklappt ausreichend Platz fuer eine normale Schiene auf den Fliesen zu schaffen, so dass Chris ueber seinen Glasmacher eine tailormade Loesung suchen musste. Und zum zweiten haben wir von Herrn Schnelle, dem Stromkastenvermieter eine Mahnung samt weiterer Drohgebaerden erhalten, womit er nun den Spitzenplatz meines persoenlichen Rankings in Sachen Kundenorientierung aller aktuellen Dienstleister einnimmt. Herr Schnelle ist bereits in unserem Baugebiet trauerscheinlich beruehmt. Er vermietet Stromkaesten ohne Vertrag und weisst nicht einmal darauf hin, dass seine Kaesten vom Bauherren zu schützen sind, so dass beim Abbau regelmaessig saftige Reparatur- und Reinigungsgebuehren anfallen, die in keinem Verhaeltnis zum Aufwand stehen. Da kommt Freude auf mitten in der stressigsten Phase eines solchen Mammutprojektes. Da in unserem Fall die Verursacher eindeutig klaerbar waren, konnte en-bau Hilfestellung bieten und die Kosten auf die Verursacher abwaelzen.

Morgen werden Woiki und Klaus K. die Elektroarbeiten wieder aufnehmen. Ich habe heute bereits ein halbes Dutzend Lampen abmontiert und rübergeschafft. Gerd und Ossi arbeiten seit gestern an der Verschönerung der Garage aussen und innen. Die Malerabeiten sind nun in der fünften Woche nahezu final und so fühlen sich auch meine Knie und die rechte Hüfte an. Und wenn es etwas gibt, was ich zukünftig vermeiden werde, so ist es das Schleifen von Wänden und Decken un dieser Dimension.

In der kommenden Woche ist dann Zeit fuer die Boeden meinerseits und hoffentlich werden dann die Rollaeden funktionieren, die Balkongelaender angebracht und die Sole angeschlossen sein.

Sue ist derweil unter Dauerpower unseren 4-Personenhaushalt aufzuloesen und so stapeln sich Umzugskartons, Kisten und Wäschesäcke. Diskussionen um schwerwiegende Entscheidungen welche Flurlampe die richtige ist, wer sich bei einem neuen Nachttischmodell durchsetzten darf oder die Aussenleuchte klassizistisch oder modern wird, runden die aktuell entspannten Abende ab. Wobei ein 5:0 der Fohlen gegen die Bajuvaren hat mir den heutigen Tag, der furchtbar startete nach erneuter Nachtschicht fuer mein Unternehmen, herrlich versüßt.

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Solare Oho!

Nachdem wir seit Mittwoch ein wenig zittern mussten, ob unsere Solaranlage von ETW ohne Zusatzaufwand starten kann, scheint nun alles funktionsfähig. ETW und Herr Wünsche & Maier mit seinen Söhnen haben es vollbracht. Denn und das war mir nicht klar: Erst mit Aufbau der Solarpanele werden die Kabel der Anlage durch ein Leerrohr gezogen bzw. von oben nach unten in den HWR gedrückt. Dazu muss zunächst ein Kabel, dass quasi als Puffer im Leerrohr agiert rausgezogen werden. Das wurde von Woiki und seinem Mitarbeiter alles ordnungsgemäß ausgeführt. Allerdings sind naturgemäß einige Boegen des Leerrohrs bei der Wanderung durch das gesamte Haus, nicht zu vermeiden. Bei uns insbesondere im OG vom Bad zum Arbeitszimmer und dann im 90-Gradknick nach unten in den HWR. Dabei kann das Pufferkabel schon einmal haken oder gar beschädigt sein. Das es sich gar nicht bewegt war fuer alle Beteiligten jedoch kaum nachvollziehbar. Weder von oben am Dach, noch nach unten in den HWR bewegte sich das gelbe Ersatzkabel im Leerrohr trotz 90-Kilokraftzug. Wir waren schon bereit den Estrich dort aufzuspitzen, wo wir das Leck vermuteten. Und so fuhr ich gestern vom Auenland (O-Ton Lu) ins Hafenbuero mit Sunnyboy nicht ohne Magengrummeln, obwohl es gelang mit viel Gleitmittel (welches vom Dach in das Leerrohr eingeführt wurde), das blöde Kabel zu ziehen. Dennoch war die Frage, ob das offenbar recht duenne Leerrohr dann auch die unterschiedlichen Straenge der Solaranlage bis unten aufnimmt. Am Nachmittag dann die Entwarnung. Good Job ETW!

Herr Wuensche hat uns final eine 5,6 Kilowatt-Anlage konzipiert. Das gesamte Dach ist nun komplett belegt und wir freuen uns auf diese Form der Energiegewinnung.

Warum allerdings niemand auf die Idee kam, frühzeitig an diesem Ersatzkabel zu ziehen, bevor der Estrich oder gar unsere Fliesen verlegt wurden, ist genauso ein Raetsel, wie die murmeltierartige Bitte einen aktuellen Bauzeitenplan zu fertigen, wo Ende kommender Woche die Übergabe geplant war. Ich habe nun heute letztmalig unseren Bauleiter gebeten ein Commitment abzugeben, wobei ich bereits den 8.11. als einzig noch fuer uns moeglichen Uebergabetermin vorgeschlagen habe. Das sind noch ganze 4 Wochen und duerfte ohne Probleme klappen, wenn alle ihre Zusagen einhalten. Und inzwischen bin ich seit Wochen fast taeglich am Bau, um unseren Bauleiter zu unterstuetzen, wo es mir möglich ist. Denn was einige Handwerker abliefern oder auch nicht, grenzt hier und da an Slapstick. Ich ziehe meinen Hut vor Chris und habe ihm einen Hoodie geschenkt. Titel vorne: “Bauleiter No1” und hinten: ”Klage nicht – kämpfe”……

Zumindest die Erdbohrung, die vor Wochen erfolgen sollte, wird nun naechste Woche starten. Waere ja prima fürs Klima, denn Mr. Ossi und ich powern uns mit Pinsel und Farbe von Raum zu Raum und waeren froh, wenn die Heizung nun zum Start der Halloweensaison liefe. Das Wohnzimmer strahlt bereits und die Bäder sind gestern fertiggestellt worden, so dass nächste Woche die Sanitärmöbel kommen können. Das Wohnzimmerparkett wurde heute ebenfalls final verlegt. Zusätzlich hat Woiki die Garage verkabelt. Und auch die Trockenbauer haben sich zur Fertigstellung der Treppe in der kommenden Woche angekündigt. Herr Schäpers, der Partner von en-bau hat eine tolle Idee entwickelt und wir werden jetzt eine Art Harry-Potter-Öffnung unter unserer Treppe erhalten.

Ich bin gespannt, ob die kommende Woche eher suess oder sauer wird. In jedem Fall gruselt es ein wenig, wenn ich an den Umzug unseres gesamten Haushaltes denke!

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Endspurt

Ossi und ich der Maler-Assi bei einer der seltenen Pausen. Einfach exzellent was Ossi an Qualitaet liefert. Nirgendwo Naehte an den Decken oder Schmiereien. Ich haette nie gedacht, dass wir fast 5 Wochen fuer alle Flächen benötigen. Und Maler werde ich auch im naechsten Leben sicher nicht. Was fuer eine anstrengende Handarbeit mit der Garantie auf Staublunge oder Hautallergie. Auch die Fliesenlegearbeiten liegen im Zeitplan. Waehrend andere Handwerker aktuell zum Teil nicht einmal Feedback geben, war auf Kroh, dem “Hausfliesenleger” von en-bau Verlass.

Allerdings ist nun leider unser Bauleiter zunaechst im Urlaub und den seit Wochen gewuenschten Bauzeitenplan erhalten wir schlicht nicht von ihm. Einige Handwerker melden sich offenbar einfach nicht zurück und Chris scheint sehr gestresst: Kein Timing fuer die Konsolen durch den Metallbauer, kein Plan wann die Optimierung des Gefaelle durch den Dachdecker erfolgt, die Erdbohrung sollte vor Wochen erfolgen, der Solarpartner meldet sich sporadisch, kein Feedback zur CM-Messung, permanente Vertröstungen des Kaminbauers und wenn jemand vor Ort ist wird auf Grund fehlender Zeit oder Ueberwachung der Job teils fehlerhaft oder nicht vollumfaenglich ausgefuehrt.

Herr Becker unser Gutachter wundert sich ebenfalls ueber das starke Leistungsgefaelle und die teils fragwuerdige Verlaesslichkeit einiger Handwerker, die letztlich auf unseren Bautraeger zurueckfaellt.

In 5 Wochen soll die Uebergabe durch en-bau erfolgen und der Countdown laeuft auch fuer unsere eigene Uebergabe. Das scheint moeglich, wenn das Projektmanagement und die Koordination der Partner funktioniert. Ich hoffe, dass Chris seine Energie auftankt und wir nicht wie Nachbar Pink ohne Not in die Zeitfalle tappen und eine Zwischenunterkunft benoetigen. Das waere der maximale Gau, der aktuell immer noch moeglich scheint.

Ab morgen wird nun angeblich der Innenputzer kommen und eine Reihe von Ausbesserung vornehmen. Wenn ich bedenke, dass wir vor 3 Monaten darueber sprachen, welche Arbeiten optimiert werden muessen, ist das einfach nur schwach. Vor diesem Hintergrund habe ich fuer Mittwoch die drei Versorger zu einem Ortstermin koordiniert, da abzusehen ist, dass hier die naechste Zeituhr tickt. Sicher werde ich in den kommenden Tagen auch Herrn Schaffeld kontaktieren muessen, denn sein Versprechen in time zu bleiben, kann nur funktionieren, wenn alle Raeder im Endspurt in einander greifen.

Wir bleiben zuversichtlich und hoffen, dass unser Bauleiter nach seinem Urlaub wieder Fahrt aufnimmt und wir im Oktober unser Traumhaus beziehen koennen.

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Licht & Schatten

Während sich unser Haus mit einem phantastischen Regenbogen zeigt, haben wir tatsächlich den ersten Coronafall in der Familie. Lu hat’s erwischt und darf nun 14 Tage in Isolation. Zwar dürften wir als Geimpfte frei Haus, beschränken jedoch unsere Kontakte auf nahezu 0. Selbst meine GM-Megapraesi nächste Woche werde ich per Zoom abliefern.

Lil war glücklicherweise bei Oma Irmi und darf nach negativem PCR-Test nun wieder in die Schule. Gern hätte ich die Fortschritte unseres Fliesenlegers begutachtet; lasse es aber aktuell. Er macht es eh top!

Letzten Dienstag war Herr Becker wieder mal vor Ort und hat die Vorarbeiten des Fliesenlegers geprüft, inwieweit alles ordentlich abgedichtet wurde. Bis auf die Höhe der Dichtmasse in den Duschkabinen, gab es nichts zu meckern. Dafür hat er die alten „Wunden“ in Form von ausstehenden Nachbesserungen aufgerissen und zum Teil erneut im 7. Bericht aufgenommen. Hauptkritik ist nach wie vor das fehlende Gefälle auf Balkon und Vordach, so dass sich kleine Pools bilden. Der Dachdecker hat aber Ausbesserung versprochen. Zum zweiten haben wir festgestellt, dass die Brüstung des Balkons völlig falsch konzipiert wurde und als der ehemalige Bauleiter mir unterstellen wollte, ich sei darüber informiert oder gar damit einverstanden, bin ich in der Tat Steil gegangen. Chris unser neuer Bauleiter hatte alle Muehe mich zu beruhigen und nach der Entschuldigung unseres “Ex” war dann das Thema für mich einigermaßen erledigt.

Roski bleibt allerdings nach rostigen Konsolen, verschleppten Timings und kaum vorhandener Kommunikation ein einziges Ärgernis und wenn unsere Rechtsschutz zum Zuge kommen sollte, dann wohl dem Metallbauer gegenüber. Selbst Chris geht davon aus, dass er uns Unwahrheiten auftischt. Bitter…..

Bauleiter ist ein tougher Job ohne Frage. Wie lange Chris nun schon sucht die Innenputzer zu bewegen, einige wenige Arbeiten zu optimieren….es ist schon recht müßig. Ich bin sehr gespannt, ob unsere Timings für Maler und Parkettverleger halten.

Nun hoffen wir, dass Lu einigermaßen fit bleibt und den Covidvirus made in China gut wegsteckt.

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Galagang

Gartenarbeit ist schwere Arbeit sagte mal ein Vorfahre von uns. Als ich heute morgen wach wurde war ich sicher, dass mich ein 5-Tonner überfahren hat. Oder waren es nur ein Kraka? In jedem Fall ist das Dauertragen von 60kg-Betonsteinen ungesund. Und permanentes Mischen von Mörtel ebenfalls. Hätte ich mir die Knieope besser für dieses Jahr aufgehoben…..

In zwei Tagen haben wir unseren Abhang zum Feld komplett abgesichert und somit erste zaghafte Galaarbeiten erledigt. Alex, der Galabauer im „Nebenjob“ hat ganze Arbeit geleistet und heute zum Ende hin den vorderen Teil des Garten zusätzlich umgegraben. Der Unkrautdschungel ist nicht nur beseitigt, sondern der rückwärtige Garten ordentlich geebnet und somit winterfest. Mehr dann in 2022.

Rund 1000 Euro haben alleine das Material der L-Steine und einiger Randsteine verschlungen. Nochmals soviel hat der Galabauer gekostet. Es ist zu befürchten, dass die veranschlagten 5 tsd Euro für die gesamten Galaarbeiten nicht annäherungsweise ausreichen werden. Zumal selbst Steinmaterial ebenfalls coronabedingt (oder auch nicht) teurer wurden. Der Zierzaun, der gut zu unserem Klassizismus gepasst hätte, den ich mir über Amazon ausgesucht hatte ist kompletter Schrott. Kurz dachte ich die versteckte Kamera ist unterwegs, als ich versuchte die zig Kleinteile zusammen zu basteln. Es passte quasi nix. Vielleicht müssen wir doch diese gruseligen Stabzaeune aufstellen und mit einer schönen Hecke verdecken. Nur welche und wie teuer soll das werden, wenn nun die Chinesen alle plötzlich gleichzeitig Hecken pflanzen……

Zumindest unser Parkettverleger Holz Hegener aus Gladbeck ist fair und hat uns nun fuer Anfang Oktober unser Parkett zu alten Konditionen zugesagt. Gleiches gilt für Küchen Brauckhoff. Zwar haben wir in letzter Sekunde gemerkt, dass die Arbeitsplatte mal eben 20cm zu kurz ausgefallen wäre; Brauckhoff hat den Fehler aber eingesehen und die recht teure Arbeitsplattenverlaengerung, wie auch den längeren Schrank kostenfrei gestellt. Nur der Liefertermin macht etwas Sorge. Es geht nun in die Details…..

Seit Mittwoch sind der Fliesenleger sowie der Trockenbauer gestartet. Parallel müssen wir nun die Treppe exakt definieren, ob helle oder dunkle Beize. Alle drei Partner sind en-bau Partner und allesamt professionell unterwegs. Hoffen wir, dass es so weiter geht und nicht wie frisch entdeckt erneut ausreichendes Gefälle fehlt diesmal auf dem Balkon von Lil. Das wird am Dienstag sicher ein Thema mit Herrn Becker, der die Abdichtung des Fliesenlegers prueft, bevor die Fliesen gelegt werden.

Erfreulicherweise war es in der vorherigen Woche auch mal trocken und der Dachdecker von en-bau und mein Kaminbauer haben Hand-in-Hand nun den Kamin deutlich höher aus dem Dach herausragen lassen und abgedichtet. Nun sieht es so aus, als könnten Wasserschäden der Vergangenheit angehören, denn auch die beiden Schwachstellen der Teerpappe scheinen dicht. Da wir kurz vor weiterem Starkregen stehen, steht der Stresstest aber noch aus.

Apropos Stress. Seit der neue Bauleiter und neue Gutachter als Partner an unserer Seite stehen geht es mir deutlich besser.

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Richtfest

….wie es Vadda und Architekt Dago praktizierte ist natürlich bei einem Flachdach leider nicht möglich. Es scheint auch generell aus der Mode gekommen zu sein, wie so viele schöne Traditionen in diesem Land. Mit dem vorläufigen Ende der Fassadenarbeiten haben wir aber immerhin ein kleines Dankeschön an die Baupartner ausgerichtet. Unsere Rohbauer, die Mitarbeiter von Dawin und unser neuer Bauleiter Chris durften meine Grillkuenste ausprobieren. Mudda hat „leckren-daeftigen“ Nudelsalat beigesteuert und gemeinsam mit Sandi, den Twins, Lil und Sue war es recht nett und kurzweilig. Zumindest hat sich keiner über meine Grillwuerste beschwert. Leider haben andere geladene Baupartner meine Einladung nicht einmal abgesagt. Passt zu dein Eindruecken, die einige hier hinterlassen haben.

Leider darf die Truppe Dawin nochmals nacharbeiten. Durch den Einbruch müssen beide Tuerrahmen erneuert werden, so dass an der Vorderfassade die letzten Putzarbeiten noch auf sich warten lassen. Das Ergebnis ist insgesamt richtig gut; der Charakter des Hauses wird immer sichtbarer. Allerdings sind einige Fensterrahmen ziemlich versaut und es ist zu befürchten, dass hier der naechste Diskussionspunkt ansteht, denn zigfach haben der Gutachter und wir den alten Bauleiter darauf hingewiesen, dass viele Fenster nicht komplett oder unzureichend abgeklebt sind…..selbst mein Gutachter drang zu ihm nicht durch. Ich bin gespannt wie diese aggressiven weißen Putzflecken auf Anthrazitrahmen entfernt werden sollen. Auch Chris macht sich darüber bereits Sorge.

Aktuell läuft nun die Fußbodenheizung, so dass der Estrich austrocknen kann. Da wir von unserem 5-tägigen Trip in den Schwarzwald vom Mummelsee, ueber Freiburg und Bad Dürrheim bis zum Kloster Maulbronn wieder zurück sind, kann ich nun auch täglich wieder lüften. Hat mir fast gefehlt….. Bei Eintritt in unsere Räume am Samstag zum Ende der Olympiawoche war es fast vergleichbar mit den klimatischen Verhältnissen in Tokio….nur das es bei uns positiv zu bewerten ist, denn nun kann der Bau nachhaltig trocknen.

Diese Phase wird noch 1-2 Wochen andauern und im Anschluss der Fliesenleger seine Arbeiten aufnehmen. Herr Kroh von en-bau hat leider seine Preise angepasst, samt neuer Positionen, die er im letzen Angebot noch nicht angegeben hatte. So hat er nun ein Nivelliersystem für viel Geld empfohlen, was bis dato nicht Gegenstand der Angebote war. Zu dem sind die Fliesen teurer geworden. Merke: Angebote sollte man direkt unterschreiben, statt anzunehmen, Handwerker stehen zu ihren selbigen auch ein paar Monate später.

Auch der Sanitaer-Partner HeiseSendes machte kurzfristig Sorge und hat mich leicht Steil gehen lassen, als man mir schrieb, dass die Badewanne kaum zum Einzug vor Ort sein würde (wegen meiner angeblich verspäteten Freigabe), um dann zu erfahren, dass die neue Badewanne seit gestern bereits auf dem Weg zu uns ist. Haben wir offenbar bald eine schöne Skulptur im Wohnzimmer herumstehen. Unser Bauleiter Chris konnte sich ein smartes Grinsen nicht verkneifen.

Morgen wird nun auch der Kaminaustritt am Dach vom Dachdecker optimiert und dann hoffentlich ordentlich abgedichtet. Auch hier hat der neue Bauleiter von en-bau Sorge getragen, dass diese Arbeiten kurzfristig erledigt werden. Heute hat der Dachdecker auch bereits unsere Fallrohre angebracht. Beide Maßnahmen sollten dazu beitragen, die nächsten Regenfälle ohne Wasserschäden zu überstehen von denen wir wirklich die Nase übervoll haben.

Alles allerdings Klinker-Kleinigkeiten, wenn man bedenkt was in unserer Nachbarschaft abgeht. Nicht nur, dass einer dem anderen permanent Fotos sendet, weil einige Handwerker die Straße und damit seine Zufahrt gezwungenermaßen nutzen. Nun soll der zukünftige Nachbar für eine Poolreinigung zahlen, weil einige Styroporkügelchen der neu angebrachten Dämmung in dessen Pool gefallen sind. Natürlich versehentlich und normal bei den Stürmen und Winden der letzten Wochen. Schien der „Dame“ des Hauses aber einerlei und ihre Schimpftiraden haben nun gar dazu geführt, dass die Handwerker der Baustelle komplett fern geblieben sind. Da fällt mir nicht mehr viel zu ein, wo mein zukünftiger Nachbar Herr Lev meinen gesamten Vorbereich direkt an unserem Haus selbstverständlich nutzen darf, um seine Rohbauarbeiten nun zu starten. Wohl dem, der gute Nachbarn hat…..

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Klassizismus

Unser Fassadenspezialist die Firma Dawin hat nun die Dämm- und Putzarbeiten gestartet. Auf Grund der weltweit anziehenden Konjunktur mussten wir einige Wochen auf die Lieferung von Brilux warten. Holz-, Daemm- und Metallstoffe stehen aktuell hoch im Kurs und wir können froh sein, nicht erst aktuell unser Projekt starten zu müssen.

Herr Schaffeld und ich haben mit Herrn Dawin bereits im letzten Jahr die Arbeiten und Kosten besprochen und kalkuliert. Während in früheren Zeiten das architektonische Stilelement des Klassizismus mit Hilfe der Steine kreiert wurde, wird heute die Dämmung genutzt, um wie in unserem Fall Bossen, Gesimsbaender und Fensterbankgesimse auszuarbeiten. Diese Stilelemente sind zwar zum Teil bereits in den Daemmplatten eingearbeitet. Dennoch ist ein hohes Maß an Handarbeit gefragt, in dem zusätzlich jede Bosse exakt ausgearbeitet und anschließend verputzt werden muss. Faszinierend wie das 5-köpfige Team Darwin sukzessive unserem “Bau” seinen eigenen individuellen Charakter verleiht.

Einziger Wehrmutstropfen: Die oberste Daemmplatte mit Bossenpraegung erzeugt einen Vorsprung vom EG zum OG, so dass eine Gefahrenstelle für Feuchtigkeit entsteht. Dieser Vorsprung war in den vertraglich fixierten Fotos als Benchmark nicht vorgesehen, so dass wir davon überrascht wurden.

Ueberrascht wurde ich auch von einem Anruf unseres zukünftigen Nachbarn Levi. Auf dem Rückweg unseres Kurztrips an die Ostsee teilt er mir mit, dass mehrere Baustelleneinbrueche sichtbar wären. Nach dem mir die zugezogenen Streifenpolizisten allerdings versicherten, dass wir nicht betroffen seien und auch nichts beschädigt oder gestohlen sei, konnte ich etwas durchatmen. Nur um einen Tag später zu erfahren, dass es doch ein Bruch war. Offensichtlich hatten es die Kriminellen auf Baumaschinen abgesehen, die sie nicht vorfanden.

Nicht Überraschend kam der flutartige Regen der letzten Woche, der Teile von NRW und Baden-Württemberg eine Flutkatastrophe epischen Ausmaßes bescherte. Das von meinem Vater und mir geliebte Ahrweiler wurde gar von den Fluten eingeschlossen und Ossi mein Nachbar wurde aus der dortigen Kurklinik notevakuiert.
Auch wenn in unserer Heimatregion die Regenmengen in Relation zum Westen geringer ausfielen, fand ich mich an diesem denkwürdigen 14. Juni erneut auf den Dächern unseres Hauses wieder, um erneute Wasserschäden zu minimieren. Die Fotoflut, die ich vor lauter Verzweiflung an die Partner sendete, dürfte bei allen in Erinnerung bleiben. Zum einem hat der Dachdecker an zwei Stellen am Dach nicht ausreichend abgedichtet, so dass im Treppenhaus bereits deutlich Wasserflecken sichtbar wurden. Diverse Wasserflecken fand ich auch an einer Wand im Staffelgeschoss, die an der Aussenseite nicht komplett gedämmt war und gegen den Regen fahrlässiger Weise nicht geschützt wurde. Leider haben wir auf Grund geringer Daemmstaerke auf dem Staffelgeschoss zu dem eine ordentliche Pfützenbildung, die wohl kaum behebbar ist. Zum anderen zeigte sich in dieser Nacht, dass das Konzept des Kaminaustritts nicht tragfähig ist. Und so fand der Regen auch hier seinen Weg ins Staffelgeschoss. Bei einem Ortstermin in der letzten Wochen waren sich alle Experten einig, dass die bisherige Lösung ein Einfallstor für Nässe und Schimmelbildung innerhalb der Abkastung des Kaminrohres bzw. der F90-Ummantelung vorprogrammiert sein würde.

So weit so schlecht habe ich mich nach 3 Stunden feucht-unfreudiger Hilfsarbeiten gefühlt……Warum allerdings der Dachdecker sich nicht gegenüber unserem damaligen Bauleiter durchgesetzt hat, eine sinnvolle Eindeckung vorzunehmen, ist laut unserem Gutachter unverständlich. Und warum dann auch noch der Abstand zwischen Lüftung an der Manschette im Übergang zum dünneren Rauchrohr und Oberkante Kies deutlich weniger als die vorgeschriebenen 15 cm war und noch ist, kommentierten Herr Becker und der Bezirksschornsteinfeger mit den Worten “geht gar nicht”.

Unser neuer Bauleiter Chris hat umgehend gehandelt und auch die Rohbauer hinzugezogen, die nun den Durchbruch am Dach zusätzlich mit Beton abdichten werden. Der Austritt des Kaminrohres wird in den kommenden Tagen um 30 cm auf Höhe der Attika verlegt und erst dort durch den Dachdecker abgedichtet, so dass weiterer Eintritt von Feuchtigkeit ausgeschlossen scheint.

Will man etwas positives an diesen Dauerregenfaellen sehen, so haben wir mit den Fluten Fehler aufdecken können, die evtl. erst mit Einzug oder noch viel später sichtbar geworden wären; im schlimmsten Fall nach Ablauf der Gewährleistung. Insofern können wir tatsächlich von Glück im Unglück sprechen.

Ab heute sind weitere Regenfälle zu erwarten und sowohl Chris unser neuer agiler Bauleiter von en-bau als auch ich haben gemeinsam versucht, unsere Schwachstellen ausreichend vor weiteren Fluten zu schützen.

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Wasserstress

Mit Ansage und ohne Not haben wir erneut Wasser im Vorbau. Seit Wochen gilt der Übergang zwischen Garage und Anbau als kritisch und von den Rohbauern, über unseren Gutachter bis zu mir als Laie war klar, dass auch die Schönwetterphase irgendwann zu Ende geht und erneut Gefahr droht. Und so drang letzte Woche kapilarartig-unartig das Regenwasser zwischen den Dämmplatten in die Wände des Anbaus. Und dies wo der Innenputz bereits angebracht ist. Fahrlässig wie Herr Becker schrieb, denn es war abzusehen, dass dies passiert und so fragen wir uns, ob wir im Murmeltierfilm, nach nun mehrmaligen Wassereintritten, sitzen.

Kurz vor Estrichverlegung erscheint diese Nachlässigkeit kaum nachvollziehbar. Und so bin ich seit Tagen erneut damit beschäftigt, das Trocknungsgeraet zu prüfen und den Raum dauer zu lüften. Meinem Nachbarn Mr. Pink geht es ähnlich und wir haben einen gewissen Co-Bauleiter-Status errungen, ohne dies tatsächlich gewollt zu haben. Und als wenn meine Dauerunterstützung nicht schon Stress genug wäre, finde ich letzte Woche den platzierten Entfeuchter inmitten einer riesen Wasserlache, da schlicht falsch aufgestellt. Wenn der Wurm drin ist, dann aber richtig…..

Am Freitag hat nun der Dachdecker Zeit gefunden, zumindest provisorisch den Übergang zur Garage abzudichten. Jedoch hat er nicht beachtet einen ordentlichen Regenablauf zu gestalten, dass die Rückwand des Anbaus nicht erneut feucht wird und pittoreske und nassfeuchte „Pusteblumen-Impressionen“ an der Innenwand wirft. Unser Bauleiter wollte dies eigentlich vor seinem Urlaub noch beheben. Im Ergebnis musste ich nun gerade in plötzlich auftretendem Starkregen eine abenteuerliche Selbstkonstruktion mit Folien, Dämmmaterialien und Planken entwickeln, um so diese Wand zu schützen. In der Hoffnung, dass dieser unsachgemäße Schutz hilft.

In der kommenden Woche wird nun nach der professionellen Verlegung des Lüftungssystems Pedotherm, die Fußbodenheizung und direkt im Anschluss der Estrich verlegt. Es sei denn unser Gutachter stellt am Mittwoch zur nächsten Abnahme erneute feuchte Wände im Vorbau fest. Aktuell sind wir in den letzten Tagen durch Lüftung und Entfeuchter von > 90% auf 40-60% herunter. Ziel müssen die bereits erlangten 30% sein, denn bei höherer Feuchte droht mit Estrichverlegung Schimmelbildung.

Wir sind froh nun mit Herrn Becker einen versierten und proaktiven Gutachter zu haben. Ob nun rostige und fehlerhaft erstellte Konsolen, angebrannte Fensterlaibungen, frühzeitige Warnungen vor baulichen Gefahrenstellen, Schwächen beim Innenputz (der im großen und ganzen recht ordentliche angebracht wurde) oder die gesamte Dokumentation – ohne Gutachter wären wir nicht in der Lage, alle Feinheiten zu prüfen und spätere Mängel nachvollziehen zu können.

Gut, dass Lu mit seiner Abinote 1,9 uns derart Freude bereitet hat, dass der Baustress etwas in den Hintergrund gerückt ist. Die Überraschungsparty Freitag war überwältigend und schön. Möge uns allerdings die kommende Woche keine weiteren Überraschungen bieten. Denn leider sind bereits in dieser Nacht und in den kommenden Tagen ordentlich Gewitter und Regenfälle angesagt……

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Kabelsalat

Mr. Woiki hat sein Werk vollendet. Zumindest im Rohbau sind die Elektroarbeiten in time abgeschlossen. Im Rahmen dieser Eigenleistung haben wir uns fuer K&W Lichttechnik aus Marl entschieden. Herr Woiki hat bereits unserer Familie in der Vergangenheit diverse Elektroprojekte optimal umgesetzt. Ganze Kabelstraenge durchziehen nun das Haus. Die Absprachen und Integration der Eigenleistung mit en-bau verlief relativ problemlos, wobei sich aktuell leider andere Probleme zeigen, die einfach vermeidbar gewesen wären.

Wir haben nun am Pfingstwochenende zum dritten mal 10-15 Liter Wasser aus dem EG selbstständig entfernen müssen. Nach dem zunächst der Kaminbauer offenbar die Teerpappe im DG am Kamin absichtlich oder versehentlich geöffnet hatte und Wasser durch den gesamten Kamin eindrang, haben wir weit schlimmer regelrechte Wasserströme im Anbau unseres Sohnes. Seit zwei Wochen bereits durch den Gutachter kritisiert und immer wieder von mir an unseren Bauleiter weitergegeben, schafft es niemand dieses Leck am Vorbau zu schließen. Und da es seit Tagen immer wieder stark regnet sind Teile des EG einschliesslich neu verlegter Kabel permanent unter Wasser und die Wände am Anbau inzwischen klitschnass. Ich bin sicher, dass das nicht optimal ist, denn nun wellt sich bereits die Teerpappe in der zukünftigen Studentenbude von Lu.

Ich habe heute erneut unseren Bauleiter Flo über diesen Zustand informiert und es bleibt mir nichts anderes übrig, als weiterhin alles zu dokumentieren und unseren Gutachter zu informieren. Das die Innenputzarbeiten in dieser Woche keine Fortschritte machten ist insofern nur eine bedauerliche Randnotiz.

Positiv: Unsere Rohbauer powered by en-bau kommen auch mit der Garage nun zügig voran, nach dem ich über den kurzen Weg bei unserem Fassadenpartner Daemmplatten besorgt habe, die aktuell Mangelware darstellen. Auch die Daemmplatten fuer das Staffelgeschoss fehlen nach wie vor, sollen aber Ende Mai endlich eintreffen.

Wir hoffen nun, dass es ab morgen tatsächlich bei den Putzarbeiten weitergeht und bald die Sonne scheint, so dass die Wände und Böden zumindest ein wenig abtrocknen können. Parallel werden wir nun unsere Böden aussuchen, so dass wir definieren können wie hoch en-bau jeweils den Estrich legen muss.

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Feuer frei

Unser Kaminbauer Herr Loverre und sein Team der Schornsteinwelt GmbH leisten ganze Arbeit und haben gestern den Kamin der Firma Schmid Typ Lina 100 in unser zukünftiges Wohnzimmer gehievt. Wir haben uns beim Thema Kamin einige Gedanken gemacht und letztlich auf Grund sehr guter Beratung für Herrn Loverre entschieden. 500 Kilo Gewicht hat das gesamte Gerät und morgen wird es fixiert und der Kamin dann bis oben ins Staffelgeschoss mit einer F90-Ummantelung gesichert. Das gesamte Gerät allein durch den Eingang zu stemmen war ein kleines Meisterwerk und gerne habe ich meine 85 Kilo mit in die Waagschale geworfen als wir den Schmid per Rollkarre über unsere provisorischen Stufen “schubsten”.

Zunächst hatten wir das Gewerk Kamin in unserem Bauvertrag mit en-bau als Zusatzleistung integriert. Wir haben uns dann jedoch für diesen Einsatz, statt eines komplett gemauerten Kamins entschieden, da wir gerne einen waagerecht verlaufenden Schacht haben wollten. Dabei werden die Jungs morgen versuchen auf kapp 90 cm Höhe ab Rohbau, die Unterkante des Kaminfensters zu setzen. Das wird eine Herausforderung.

Die Kosten für einen derartigen Kamin, ob gemauert oder als Baukasten, sind im Prinzip aehnlich und liegen bei roundabout 10 tsd Euro. Wie gewohnt war es mit unserem Architekten Herrn Schaffeld problemlos, ein Teil als Gutschrift zurück erstattet zu bekommen. Ein Teil verbleibt als Zahlung an en-bau, da der Bauträger den Kamin eindecken muss und innerhalb des Haus per Trockenbau verkleidet. Ein guter Tipp, den wir etwas spät beachteten: Bereits frühzeitig sollte man den Bezirksschornsteinfeger bei der Umsetzung des Kamins hinzuziehen. Dieser hat uns dann im Laufe des Prozesses wertvolle Hinweise geliefert, die die eine oder andere Schwäche in der Ausführung aufzeigte.

Feuer frei galt allerdings offenbar auch für einen unserer Dachdecker aus dem Muensterland, die bis dato einen sehr guten Job machen. Einer der ausführenden Personen hat allerdings das Wortspiel recht ernst genommen und glatt unsere bereits integrierten Fensterrahmen beim Anbringen der Teerpappe rundum das EG zum Teil mit angefeuert. Im Ergebnis müssen nun die geschmort-welligen Aussenrahmen der EG-Fenster neu bestellt und ausgetauscht werden, denn laut Fensterbauer ist nicht gewährleistet, dass diese Fuehrungsschienen der Rolladen zukünftig einwandfrei funktionieren. Warum derjenige nicht nach dem ersten Fauxpas ein Brett oder ähnliches zwischen 1000 Grad-Flamme und den nagelneuen Fensterrahmen gehalten hat, bleibt ein echtes Geheimnis. Leider ist unser Bauleiter Flo nicht in der Lage oder gewillt ein ernstes Wort mit dem Verantwortlichen zu sprechen. Kann passieren und gut, dass wir dies im Rahmen einer eigenen Begehung gesehen haben. Ich befürchte, dass es ansonsten gar nicht aufgefallen wäre.

Apropos Begehung; wir haben uns entschieden einen neuen Gutachter einzuschalten. Nach dem ich Mails lesen musste, dass eine Benachrichtigung der Kommunikation mit dem Bauleiter aus organisatorischen Gründen nicht möglich sei und wir immer mehr den Eindruck hatten, dass die Chemie einfach nicht stimmte, fühlen wir uns nun deutlich besser aufgehoben und verstanden. Mal schauen wie es am Freitag zur dann fünften Begehung und Prüfung des Elektrorohbaus und des Fenstereinbaus tatsächlich wird.

Richtig Feuer unterm Dach!

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Osterhausen

Unser Rohbau nähert sich dem Finale. Trotz dritter Coronawelle, Mallorcamobbing und Politchaos freuen wir uns auf zahlreiche anstehende Gewerke.

In der nun startenden zweiten Osterwoche sollen die Fenster eingebaut werden. Seit 1,5 Wochen stehen die Scheiben bereits parat. Parallel dazu wird das Staffelgeschoss fertig gemauert, so dass die letzte Decke betoniert werden kann. Dann wäre der Rohbau tatsächlich final, wobei die Garage noch fehlt. Hier haben wir uns entschieden, ebenfalls mit Becker & Spiethoff zusammen zu arbeiten. Herr Schaffeld hat uns netterweise gruenes Licht gegeben, direkt mit “seinen” Handwerkern die Garage umzusetzen. Und nach dem Motto “never change a winning team” hat auch Familie Pink, mit der wir fast parallel laufen, die beiden engagiert. Herr Pink hat parallel eine Reihe moeglicher Partner für das Garagentor inklusive Einbau recherchiert und wir haben uns für die Firma Pawella entschieden. Hier scheinen Preis-Leistung für unsere Höhmanntore top.

Morgen müssen wir entscheiden, welcher Metallbauer unsere französischen Balkone fertigt. Denn die notwendigen feuerverzinkten und pulverbeschichteten Konsolen dafür müssen zeitnah produziert werden, da diese 90-Gradwinkel vor den Dämmarbeiten im Mauerwerk befestigt werden. Gerade einmal 5 cm breit ist die Putzflaeche, die für die Aufhängungen übrig ist. Deshalb haben wir uns entschieden einen professionellen Handwerksbetrieb zu beauftragen, die wir letzte Woche gebrieft haben.

Auch unseren Elektriker Herr Woiki, ein kleiner feiner Fachbetrieb aus Marl, haben wir letzte Woche ins Boot geholt, so dass er nach unseren Wünschen in den nächsten 2-3 Wochen seine “Schlitzarbeiten” starten kann. Sobald unser Erdgeschoss “abgeschweißt ” ist und die Innenwaende stehen, müssen wir alle Steckdosen final definiert und in den Plänen eingezeichnet haben. Das haben wir Sue und ich bereits mit Herrn Woiki besprochen. Auch Lil hat Karfreitag ihr Zimmer und Moebiliar ausgemessen und mit Malkreide gezeichnet, wo was stehen soll und angeschlossen wird. Nur Lu ist im Abistress und benötigt noch etwas Zeit. Glücklicherweise ist unser Kuechenbauer Herr Terhechte von Kuechen-Brauckhoff aus Waltrop auf Zack. Ihm fiel nämlich im Rahmen meiner Bitte einen Installationsplan für den Elektriker zu entwickeln auf, dass der angedachte Platz für unseren Kühlschrank nicht mehr ausreicht, da wir eine Tür zur Abstellkammer integriert haben. Meine Kreidezeichnungen aller Kuechenmoebel in der zukünftigen Küche und der neuen Tür zur Abstellkammer offenbarte das Fastmalheur. Nun werden wir auf einen Hochschrank verzichten zum Leidwesen von Sue.

Auch wenn wir gerne mit dem Rohbau schon etwas weiter wären, sind wir recht zufrieden, dass unser Gutachter bis dato kaum nennenswerte Empfehlungen oder Anmerkungen gemacht hat. Mit der obersten Etage steht nun bald die vierte Begutachtung an. Und wir sind recht zuversichtlich, dass es keine nachoesterlichen Überraschungen geben wird, so wie just in diesem Moment mit heftigem Schneefall nach 30 Grad Beachwetter in der letzten Wochen noch bis zum Gründonnerstag. Hoffentlich versäumen die fleißigen Coronawaechter und Panikmacher dieses Landes nun nicht die Rodelhaenge im Sauerland wieder zu sperren.

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Wintermärchen

Seit dem Wochenende hat tiefer Winter Einzug gehalten und vom Niederrhein bis ins Ruhrgebiet hat Frau Holle die Landschaft in ein zauberhaftes weiß gekleidet. Bei Nachttemperaturen zum Teil bis Minus 15 Grad ist an weitere Rohbauarbeiten nicht zu denken. Unser Baugebiet aus der Vogelperspektive zeigt das Wintermärchen in seiner ganzen Schönheit. In den 70er meiner Kindheit normal; heute im Jahr 2021 fast ein Naturwunder mit 10 Tagen dauerweißer Pracht. Da die Temperaturen in der kommenden Woche in den Plusbereich wechseln, gehen wir davon aus, dass es in der kommenden Woche weitergeht.

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Die erste Decke

22,5 Kubikmeter Beton haben die Unna-Jungs Becker & Spiethoff für die erste Decke verarbeitet. Nieselregen, Kälte und Wind konnten die Rohbauprofis nicht aufhalten und in wenigen Stunden war die Eisfläche gefertigt. Selbst ich hatte Spaß das Erdgeschoss im Nachgang besenrein zu fegen und den kleinen Swimmingpool im EG, der sich nach den tagelangen Regenfällen und den Betonarbeiten gebildet hatte, zu beseitigen. Einziger Wermutstropfen der letzten Tagen: Auf Grund einer Umplanung am entstehenden Projekt, stellten wir nun leider etwas spät fest, dass unser geliebtes Familiensofa nicht mehr ins Wohnzimmereckchen passte. Herr Schaffeld und Flo unser Bauleiter haben direkt reagiert und nach Lösungen gesucht. Glücklicherweise haben wir diese gemeinsam gefunden und es muss nun ein kleines Stück Mauer wieder abgerissen und an anderer Stelle neu aufgemauert werden. Das nenne ich flexibler und kundenorientierten Partner! Spannend wird die kommende Woche mit bis zu -10 Grad. Wohl dem, der eine Decke hat.

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Das Erdgeschoss

Trotz widrigem Wetter und winterlichen Temperaturen steht das Erdgeschoss bereit für die erste Eindeckung. Herr Becker und Herr Spiethoff als Rohbaupartner der Firma en-bau verantworten die aktuelle Rohbauphase. Da en-bau entschieden hat beide mit Familie Pinks Projekt parallel arbeiten zu lassen, können wir nur hoffen, dass die beiden fit und gesund bleiben. Gut finden wir diese Lösung nicht, denn unser Timing ist bereits recht tough. Erst jetzt erhalten wir einen tatsächlichen Eindruck der Grössendimension unseres Hauses und sind happy. in der kommenden Woche soll leider Stillstand herrschen, um in der Folgewoche die Arbeiten fortzuführen. Hoffen wir, dass das heutige Schneeintermezzo tatsächlich auf den heutigen Tag beschränkt ist und das zweite Geschoss bald in Angriff genommen wird.

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Restart

Nach 5 Wochen komplettem Stillstand und 2 Wochen Weihnachtsferien ging’s heute nun endlich weiter. Fehlender Kran, Krankheit, andere Baustellen und viele Abnahmen wurden uns zur Begründung genannt. Während in der Planungsphase alles reibungslos und proaktiv verlief, erscheint die bisherige Ausführung vom Timing und der Kommunikation her leider als Kontrastprogramm. Unsere Weihnachtszeit war deshalb auch durchaus ein wenig eingetrübt und das nicht wegen des trüben Wetters oder Coronapanik. Denn ein Besuch der Baustelle und unser Foto zum Jahresende offenbarte uns überraschend erneut keinerlei Fortschritt. Es bleibt die Hoffnung, dass unsere Enttäuschung nur kurz weilt und nach dem hektischen Jahresende und vieler en-Bauprojekte, der Baupartner nun auch in der Umsetzung seinem guten Eindruck zu Beginn gerecht wird. Das wir mit dem Bauträger nun direkt zu Beginn der Bauphase derart unter Druck geraten, da wir Ende Oktober umziehen müssen, war nicht absehbar. Hoffentlich hält der bis dato uns exzellent betreuende Architekt sein Wort und die Umsetzungsphase nimmt nun Fahrt auf.

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Die Bodenplatte

200.000 Liter Beton sind geflossen, um die Bodenplatte zu gießen. Die Firma Becker & Spiethoff aus Unna hat Gas gegeben und in kürzester Zeit die Basis unseres Hauses gelegt. Druck- und Leitungstests waren top und unser Gutachter Herr Rosenkranz hat am frühen Morgen alle Vorarbeiten auf Herz und Nieren geprüft. Um sicher zu stellen, dass alle Arbeiten in den kommenden 9-10 Monaten reibungslos verlaufen haben wir einen Gutachter eingeschaltet. Auf Anraten von Denny S. übernimmt Herr Rosenkranz aus Herne diese Baubegleitung. Dazu mussten wir dem Bauherrenschutzbund e.V. beitreten (Mitgliedskosten 50 Euro pro Jahr). Herr Rosenkranz hat uns dann ein faires Pauschalangebot unterbreitet mit diversen Abnahmen bzw. Kontrollterminen je nach Baufortschritt. Alternativen sind der TÜV Nord, der uns zwar ein Angebot gesendet hat, jedoch wir nicht einmal den Partner hätten persönlich kennen lernen dürfen. Oder der Verband privater Bauherren e.V., dessen Vertreter vor Ort uns jedoch nicht so gut gefiel. Obwohl En-bau einen sehr seriösen Eindruck macht, scheint uns die Investition in einen Gutachter sinnvoll. Mein Vater als Architekt lässt grüßen…. Der erste Bericht des Gutachters liegt nun vor und alles scheint aus seiner professionell aufbereiteten Begutachtung gut gelaufen zu sein. Der bittere Geschmack des Ärgers rundum die überflüssigen Entsorgungskosten des Mutterbodens allerdings bleibt.

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Bodenarbeiten

Seit heute Morgen rollen die Bagger. Wir waren vor Ort und haben uns sehr gefreut. Bei warmen Herbstwetter knapp an die 20 Grad hat die beauftragte Firma nach Feinabsteckung durch die Firma Mausbach begonnen, gemäß Vorgabe des Bodengutachtens, den Boden abzutragen. Unser Bodengutachten hat drei Alternativen aufgezeigt. Wir werden nun unter der Bodenplatte ein 80cm starkes Polster mit Frostschutzqualität erhalten, ohne Polsterentwässerung und ohne Draenage; na wenn das mal gut geht….. Für das verwendete Recyclingmaterial musste unser Architekt bei der Stadt einen Antrag stellen, der natürlich gegen einen kleinen Obolus zügig genehmigt wurde. Gleiches Spiel musste für die Entwässerung erfolgen. Bei uns ist es vertraglich so geregelt, dass die Bodenarbeiten unter dem Haus im Bauwerkvertrag enthalten sind. Alle diesbezüglichen Arbeiten rundum das Haus, die die gesamte Schmutz- und Regenwasserentwaesserung umfassen, kommen nun monetär für uns in top. Da dies nicht unerhebliche Arbeiten (inkl. Anschlüsse an die Leitungssysteme der Stadt) sind, werden wir mehrere Tausende von Euros investieren müssen. Als wir nun feststellen, dass unsere knapp 90 Kubikmeter Mutterboden komplett für viel Geld entsorgt wurden, obwohl wir diese ein sich brauchen, war die Enttäuschung groß. Aber selbst nach mehrmaligem Intervenieren bei der Firma, unserem Bauleiter und unserem Gutachter mussten wir die komplette Entsorgung bezahlen. Die erste große Negativerfahrung unseres Projektes. Bis heute haben wir keine Nachweise oder Wiegekarten. Unsere Empfehlung: Man sollte pauschalisierte Verträge für die Bodenarbeiten vermeiden und sich nicht einfach darauf verlassen, wie viele Kubikmeter angeblich entsorgt werden müssen. Selber oder mit einem Fachmann rechnen und darauf achten, dass guter Mutterboden nicht entsorgt wird, wenn man ihn später benötigt. Das wir nun selber auf die Idee kommen mussten vorzuschlagen, dass wir über unseren Baupartner in den kommenden Wochen den fehlenden und teuer entsorgten Mutterboden zumindest zurück erhalten, hat uns sehr verwundert. Man stelle sich, vor wir hätten zunächst dafür bezahlt den Z0-Mutterboden zu entsorgen, um dann erneut für den dann fehlenden Mutterboden zu bezahlen.

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Kosten & Kalkulation

2000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche ohne Grundstück ist sicher ein guter Wert, den man für eine ordentliche Ausführung mit Substanz und gewissem Anspruch annehmen sollte. Dazu kommen die Kosten für Außenanlagen und Garage. Dabei macht es Sinn das Bodengutachten und die Bemusterung vor Vertragsabschluss durchzuführen. Kostet zwar Zeit – spart aber nervige und unerwartete Zusatzkosten. Sinnvoll ist ebenfalls der Zusammenschluss von möglichen weiteren Bauherren des Bauträgers bzw. Architekten wie in unserem Fall Familie Pink, mit denen wir alles an Infos, Kalkis und Meetings teilen und somit Synergien und Kosten nutzen/sparen. Zusätzlich können Personen sehr hilfreich sein, die mit dem Baupartner bereits gebaut haben, wie in unserem Fall Denny. Und immer machen natürlich mehrere Angebote auch von eigens akquirierten Handwerkern zum Vergleich Sinn. Unsere Finanzierung erfolgt über die Interhyp als klassischer Mittler für die Baufinanzierung, die quasi alle namhaften Partner vergleichen und somit das beste Angebot eruieren. Alternativ geht man direkt an die bekannten Topplayer wie Commerzbank, Deutsche Bank, ING, Sparda oder die eigene Hausbank.

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Die Planungsphase

Da wir weniger Fans von reinem Bauhaus der Neuzeit sind, der manchmal eher aus kostengründen quadratisch-praktisch-günstig daherkommt, wollten wir gerne den Stil des Bauhaus ergänzen. Ich taufte das Konzept Bauhaus meets Klassizismus. In Hamburg und Berlin fiel mir auf meinen Reisen auf, dass eine Reihe von Neubauten Bauhaus mit klassizistischen Elementen veredeln. Sehr ästhetisch und progressiv verbinden diese Bauwerke Bossen, Gesimse, Sprossen oder alte Villenarchitektur mit den Stilelementen des Bauhaus. Ich war direkt verliebt und zeigte Herrn Schaffeld Junior meine Fotos und Inspirationen. Unser Architekt nahm trotz fehlender Erfahrung den Ball direkt auf und Herr Schaffeld Senior zeichnete umgehend seine Vorstellungen. Entscheidend war dabei auch das Auffinden des Malerbetriebs Dawin aus Marl, der klassizistische Fassaden professionell umsetzen kann. Im Laufe von mehreren Monaten konnten wir auch die Baubehoerden überzeugen unseren Stil gegen den mainstream und Gestaltungszwaengen, umsetzen zu dürfen. Frau Sandros war da sehr hilfreich und offen. Das in vielen Städten den Bürgern derartige Zwangsjacken durch Auflagen und Vorgaben auferlegt werden, ist tatsächlich fragwürdig. Statt Vielfalt entsteht somit häufig ein Sammelsurium an Einheitsbrei. Wir hatten Glück gegen den Strom schwimmen zu duerfen. En-bau hat nun mit und durch uns das erste klassizistische Neubauprojekt auf der Startgeraden. Auf Grund der zusätzlichen Etablierung eines sog. Gestaltungsbeirates der Stadt verloren und verlieren alle Bauherren zusätzlich Zeit. Glücklicherweise hatten wir mit Herrn Il de Gin einen proaktiven Beamten während der Phase des Bauantrages. Dennoch haben diese Hürden etwa 5-6 Monate Zeit gefressen. Das unser angrenzendes Grundstück laut vorgestelltem Plan in Teilen nicht bebaubar sein sollte und dann doch mit veräußert wurde war und nun direkt eine Garage vor unserer Terrasse aufgebaut wird, ist ebenfalls sehr enttäuschend. Es passt leider zu der Strategie dieser Kommune über die verschiedenen Bauphasen sukzessive den Quadratmeterpreis um fast 50% anzuheben. Eine unschöne Form neue, eigene Bürger bis zum Anschlag zu schröpfen. Wir sind froh mit En-bau zumindest von Bauträgerseite fairpriced behandelt zu werden. Und somit konnten wir fast alle Wuensche unserer Kids erfüllen; von der kleinen Studenteneinheit über einen Fitnessraum für Lu bis zu einem kleinen französischen Balkon für Lil. Leider mussten wir zum Leidwesen meiner Frau auf einen Keller verzichten, da wegen der Bodenbeschaffenheit kaum kalkulierbar. Die Schätzungen beliefen sich zwischen 40-80 tsd Euro, da der Boden wenig wasserdurchlässig und zum Teil belastet ist. Stattdessen sind wir nun dreigeschossig und haben die Option in der Zukunft eine Zweigenerationenhaus umzusetzen; Familie4ever.

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Die Findungsphase

Wir Lu, Li, Sue & Andrew haben vor 1,5 Jahren mit unserer Planung für unseren Hausbau begonnen. Wie so viele waren wir in Wuppertal und haben nahezu alle Fertighauspartner unter die Lupe genommen. Bemerkenswerter Weise waren alle preislich nahebei und nur in Nuancen unterscheidbar. Jeder behauptet die beste Lösung zu bieten und die besten Wandmaterialien anzubieten. Schlusslicht für uns waren Renschhaus und Bien-Zenker. Positiv empfanden wir Hanse und Schwörer. Letztlich kommt es auf den Verkäufer an, der aber leider in aller Regel nicht Angestellter des zukünftigen Partners ist und nur vertrieblich auf Provision arbeitet und somit nur mittelbar tätig und verantwortlich ist. Des weiteren stellten wir fest, dass Fertighäuser zwar schnell aufgebaut sind, jedoch aktuell lange Wartezeiten haben. Die Fertigungsmaschinen sind häufig ausgelastet und 1 Jahr Wartezeit sind nicht unüblich bei guten Anbietern. Dritter Punkt: Die Kosten eines derartigen Holzhauses sind nahezu identisch mit einem Massivhaus, insbesondere wenn man sich für kleine gut geführte Architektenbüros oder Bauträger entscheidet. Unsere Entscheidung viel auf En-bau in Marl. Schaffeld Senior und Junior hatten in unserem Baugebiet bereits erste Projekte erfolgreich umgesetzt und somit den Charme einer Reihe von bereits zufriedener Kunden vorweisen zu können und wertvolles Know-how für dieses Baugebiet zu besitzen. Ein Faktor, der nicht zu unterschätzen ist. Die Erstgespraeche verliefen in einer angenehmen Atmosphäre und professionell. Da der Autor dieses Blogs einen Architekten als Vater hatte, fühlten wir uns einfach deutlich wohler als bei den massentauglichen Bigplayern. Bereits zu Beginn wurden Nebenkosten recht exakt spezifiziert und Wuensche proaktiv berücksichtigt. Transparent und offen verliefen auch die weiteren Gespräche.