Feuer frei

Unser Kaminbauer Herr Loverre und sein Team der Schornsteinwelt GmbH leisten ganze Arbeit und haben gestern den Kamin der Firma Schmid Typ Lina 100 in unser zukünftiges Wohnzimmer gehievt. Wir haben uns beim Thema Kamin einige Gedanken gemacht und letztlich auf Grund sehr guter Beratung für Herrn Loverre entschieden. 500 Kilo Gewicht hat das gesamte Gerät und morgen wird es fixiert und der Kamin dann bis oben ins Staffelgeschoss mit einer F90-Ummantelung gesichert. Das gesamte Gerät allein durch den Eingang zu stemmen war ein kleines Meisterwerk und gerne habe ich meine 85 Kilo mit in die Waagschale geworfen als wir den Schmid per Rollkarre über unsere provisorischen Stufen “schubsten”.

Zunächst hatten wir das Gewerk Kamin in unserem Bauvertrag mit en-bau als Zusatzleistung integriert. Wir haben uns dann jedoch für diesen Einsatz, statt eines komplett gemauerten Kamins entschieden, da wir gerne einen waagerecht verlaufenden Schacht haben wollten. Dabei werden die Jungs morgen versuchen auf kapp 90 cm Höhe ab Rohbau, die Unterkante des Kaminfensters zu setzen. Das wird eine Herausforderung.

Die Kosten für einen derartigen Kamin, ob gemauert oder als Baukasten, sind im Prinzip aehnlich und liegen bei roundabout 10 tsd Euro. Wie gewohnt war es mit unserem Architekten Herrn Schaffeld problemlos, ein Teil als Gutschrift zurück erstattet zu bekommen. Ein Teil verbleibt als Zahlung an en-bau, da der Bauträger den Kamin eindecken muss und innerhalb des Haus per Trockenbau verkleidet. Ein guter Tipp, den wir etwas spät beachteten: Bereits frühzeitig sollte man den Bezirksschornsteinfeger bei der Umsetzung des Kamins hinzuziehen. Dieser hat uns dann im Laufe des Prozesses wertvolle Hinweise geliefert, die die eine oder andere Schwäche in der Ausführung aufzeigte.

Feuer frei galt allerdings offenbar auch für einen unserer Dachdecker aus dem Muensterland, die bis dato einen sehr guten Job machen. Einer der ausführenden Personen hat allerdings das Wortspiel recht ernst genommen und glatt unsere bereits integrierten Fensterrahmen beim Anbringen der Teerpappe rundum das EG zum Teil mit angefeuert. Im Ergebnis müssen nun die geschmort-welligen Aussenrahmen der EG-Fenster neu bestellt und ausgetauscht werden, denn laut Fensterbauer ist nicht gewährleistet, dass diese Fuehrungsschienen der Rolladen zukünftig einwandfrei funktionieren. Warum derjenige nicht nach dem ersten Fauxpas ein Brett oder ähnliches zwischen 1000 Grad-Flamme und den nagelneuen Fensterrahmen gehalten hat, bleibt ein echtes Geheimnis. Leider ist unser Bauleiter Flo nicht in der Lage oder gewillt ein ernstes Wort mit dem Verantwortlichen zu sprechen. Kann passieren und gut, dass wir dies im Rahmen einer eigenen Begehung gesehen haben. Ich befürchte, dass es ansonsten gar nicht aufgefallen wäre.

Apropos Begehung; wir haben uns entschieden einen neuen Gutachter einzuschalten. Nach dem ich Mails lesen musste, dass eine Benachrichtigung der Kommunikation mit dem Bauleiter aus organisatorischen Gründen nicht möglich sei und wir immer mehr den Eindruck hatten, dass die Chemie einfach nicht stimmte, fühlen wir uns nun deutlich besser aufgehoben und verstanden. Mal schauen wie es am Freitag zur dann fünften Begehung und Prüfung des Elektrorohbaus und des Fenstereinbaus tatsächlich wird.

Richtig Feuer unterm Dach!

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