Heiho, Heiho…

….erst jetzt vergnügt und froh. Was fuer eine Maloche. Glück auf der Steiger kommt lässt mein Urgrossvater aus seinem Hugoschen Stollen ausrichten.

Am Vatertag hatte ich noch die geringe Hoffnung, dass das Schlimmste in Sachen Poolbau hinter mir waere, nach dem wir rund 8 Kubikmeter Lehmboden zusätzlich ausbuddeln mussten, da mein just engagiertes Baggerteam der Firma Storck nur 1,5 Meter ausgebaggert hatte, statt 1,74 Meter. Kleiner feiner Konzentrationsfehler meinerseits auch beeingt durch das wenig erfreulichen Organisation zum Aushub. Allein 2.000 Euro kosteten die rund 40 Kubikmeter Bodenabtransport. Abstrus und Pustekuchen, denn was dann kam, glich der „kleinen Lehmentnahme“ einem Kindergartenprojekt. Dabei hätte ich erahnen können, dass 8 Kubikmeter Kies und 22 Kubikmeter Split nicht von allein in die Baugrube springen.

Der Vatertag war bereits grenzwertig mit weiterem Aushub und Begradigung des Poolbodens. Knapp 1000 Schubkarren durfte ich bewegen. Am Samstag dann weitere Begradigung des Bodens, Auslegung des Vlies und Verfüllen von 5cm Kies auf dem gesamten Boden. Ossi gibt alles an meiner Seite. Der Montag bis Mittwoch allerdings waren dann der echte, der pure Stress, denn das Förmchenspiel auch noch unter Zeitdruck setzte dem Poolprojekt die Klabauterkrone auf.

Direkt am Montag Morgen kamen die beiden Mitarbeiter von Conzero bzw. der Poolakademie pünktlich um 8.00 Uhr (nachdem am Samstag der Fahrer mal eben einen Teil der Poolschienen zerschmettert hatte und das Unternehmen in Windeseile Ersatzteile herbeigeschafft hat) und stellten fest, dass der Boden nicht exakt in der Waagerechten war und ich somit nochmals 2-3cm auf einem Drittel der Fläche abtragen musste. Dazu „durfte“ ich einen Aushub fuer die Gegenstromanlage vornehmen. Ok mein Fehler dachte ich noch mit einigem Goodwill. Also erste Kiesschicht wieder raus, Vliess hoch und Spaten los. Ohne Frühstück reines Schweisstreiben. Nach 2 Stunden war es geschafft und das Metallgerippe konnte eingebaut werden. Am frühen Nachmittag dann die nächste Hiobsbotschaft, dass auch die folgenden 20 cm Kies von mir einzubringen seien. Für eine kurze Zeit habe ich gedacht meine Ohren wären nun vollends taub. Aber der Poolmann meinte es ernst, obwohl ich diesen Baustein nicht in meiner frei gegeben Checkliste aufgeführt hatte. Mein Glück war ein Tiefbauteam in der Nachbarschaft, die mit einem Bagger und 4 Mann tatkraeftig Hilfestellung leisteten und in rasender Geschwindigkeit das Kies mit mir auf der ersten Metallschienenhoehe verteilten.

Meine folgende Mission bestand in der Suche eines C-Standrohres samt 120 Meter Schlauch, da unsere Hydranten jenseits des Horizontes zu finden sind. Ganz einfache Nummer, die mich die letzten Nerven des Tages kosteten, denn Bodo meine vermeintlicher Trumpf sagte in letzter Minute ab und am Ende des Tages habe ich mir über Nachbar Lipi und meinem alten Tiefbohrteam die Schläuche zusammen gesammelt oder besser gestammelt.

Am Folgetag nahm der Wahnsinn seinen weiteren Lauf. Ohne die Jungs um Den x 2, Nils und Co sowie Ossi und Lu waere die Verfüllung der 22 Kubikmeter Split um den Pool herum unmöglich gewesen. Am Mittwoch habe ich gar am frühen Morgen bei HKL (Top!) einen kleinen Tieflader geliehen, damit die Anforderung der Poolbauer überhaupt final umsetzbar war. Legendär mein Weg hin und zurück mit 20 Stundenkilometer über 5 Kilometer hin und zurück – ein perfektes Strassenhinderniss Country Roads.

Am Mittwoch Abend nach letzten Füllarbeiten, hektischer Einweisung und letzten Säuberungsarbeiten, dann der totale körperliche Showdown und nur Chris kann mit einem alkoholfreien Weizen meinen nahenden Spatentot verhindern. Das die Nachbarn zwischenzeitlich nicht einmal mehr ihre eigene Strasse vor lauter Kies und Split nutzen konnten; mehr als eine weitere nette Nachbarschaftsgeste, nach dem Chris bereits am Vatertag Ossi und mir auf den letzten schweren Metern zur Seite sprang.

Donnerstag dann bis 22.00 Uhr Bürostau bereinigen und Freitag weitere Trainingseinheiten fuer Lu’s Sporttest an der Kölner Sporthochschule. Ob’s mit Reck und Sprintschwimmen noch klappt?

Mein Highlight der Woche; Sue und ich erlebe lebend den genialen Auftritt von Li’s Cheerteam im Moviepark. Ein Megaevent mit stolzen und faszinierten Eltern Hochdrei. Und erst heute am Pfingstmontag scheint mein Körper nach rund 1000 Schubkarren und unzähligen Spatenstichen in den Regenerationsmodus zu wechseln. Wobei der in jedem Fall nicht vergleichbar ist mit Lu’s, denn der hat es heute tatsaechlich geschafft seinen ersten 100-Metersprint kurz vor dem Sporttest in 11,8 zu laufen. Da machen die neuen Spikes ihrem Namen alle Ehre.

Fazit der Woche; wer meint fuer seinen Pool nur die Haelfte bezahlen zu muessen, muss halt leiden.

Hinterlasse einen Kommentar