April April

Könnte ein Scherz sein dieser Tag. War er aber nicht: Schneefall am 1. April 2022 mit 0 Grad, waehrend wir in der letzten Woche bei 25 Grad den Garten gepflügt, gefraest und begradigt, sowie das neue Terassendach vom Saharasand befreit haben. Nils hat eine ausgewachsene Fraese besorgt und er und Buddy Lu haben den Garten auf den kommenden Mutterboden vorbereitet. Da alle Galabauer entweder recht hochpreisig passend zur Hyperinflation daher kommen oder kaum Zeit finden, werden wir nun die Boden- und Rasenarbeiten in Eigenregie durchführen. Und nachdem Alex, der Galabauer von Pinki, uns kurzfristig charakterlos im Stich gelassen hat, da er ein groesseres Projekt bevorzugt, war ich gezwungen eine Reihe von Alternativen zu suchen, um die Terassenplatten professionell legen zu lassen. Immerhin 75 Quadratmeter muessen in Trasszement verbaut werden. Dabei scheint jeder Galabauer seine eigene Technik und Materialien zu verwenden. Und wieder muss es Marco richten…..ich hoffe das wird gut!

Gestern ein Hauch von Winterwonderland, ging’s heute bei eisigem Nordwind, Schneefall und zu wenig Sonne an den Zaunbau mit Ossi. Wir haben uns gegen den typischen Gitterstabzaun entschieden, der mich immer an das alte Parkstadion erinnert; auch weil wir keine Bepflanzung zum offenen Feld setzen wollen. Passend zum Klassizismus unseres Hauses, wurde ich bei der Firma GAH-Albers mit dem Zaun Chaussee, fuendig. Ein Schuss London calling clasht nun unser Auge, denn die nun fast 30 Meter Old-Scholl-Zaun, haben einen ganz besonderen Charme. Leider war der Aufwand immens. Zunächst mussten wir alle Pfosten 6-fach Bohren und zwar 100% exakt. Dann die Pfosten an die L-Steine anbohrend mit Lot und Wasserwaage, um die Zaunelemente einzuhängen und diese dann ebenfalls zu mehrfach anzubohren. Allein 3 Stunden hat Ossi benoetigt alle Pfosten und Elemente zu präparieren. Der finale Showdown dann zur Abendstunde mit selbst konstruierten Styroporquadern, in die wir den angeruehrten Zement eingefuellt haben. Und waere das der Job des Tages gewesen – alles gut. Aber es ist ja der erste April und so kam plötzlich der Mann mit dem Bagger um die Ecke….

Borggreve hatte bereits seine Hilfestellung angeboten, denn Pinki vermeldete letzte Woche, er habe einige Kubikmeter RC-Schotter übrig. Und mithin war es eine glückliche Fuegung, dass ein Mitarbeiter der Firma Stork heute mit dem Bagger vorbeikam und unsere Gräben zwischen Terassen und Hauswand verfuellte. Natürlich mit Andy an der Schueppe, was mich und meine Knochen weniger gluecklich machte, denn das 5-Kilo Ungetüm kam natürlich nicht bis in jede Ecke nahe an die Fassade heran…. In 2,5 Stunden mehr als 180 Grad ums Haus, muss der Schotter nun nur mehr verdichtet werden…..Top!

Morgen werde ich meine Gliedmaßen nicht mehr spueren. Egal; das wars wert.

Stell dir vor es ist Krieg

….und 40 Millionen Ukrainer kämpfen fuer ihr Land, ihre Familien, ihre Heimat. Das Unvorstellbare ist eingetreten. Russland überfällt die Ukraine und zerbombt Städte, ganze Landstriche bis hin zu Krankenhäusern und Schulen. Die Stadt in der Teile unserer Ahnen lebten Odessa ist heute ebenfalls vom Meer unter Beschuss geraten. Hoffentlich gleicht sie nicht bald Mariupol, in der 100tausende Zivilisten ohne Wasser und Strom ausharren und die Russen gar auf Hilfskonvois schiessen. Niemand kann sich sicher fühlen auch nicht in Russland selber, wo selbst das Wort Krieg verboten ist, in den Mund zu nehmen. Welche heldenhafte russische Journalistin, die im russischen Propaganda-TV ein Schild hochhielt, um auf dieses Kriegsverbrechen hinzuweisen. Putin führt einen brutalen Bruderkrieg, belügt und verhoehnt die zivilisierte Welt, lässt Kinder ermorden und sein eigenes kritisches Volk, dass mutig gegen den Krieg demonstriert, einsperren. Millionen von Frauen und Kinder sind auf der Flucht, wenn es die Russen zulassen. Da verblasst alles rundum Haus, Baustelle und Alltagsproblemchen. Denn jeder Mann muss in der Ukraine an die Waffe und was das bedeutet, habe ich während meiner Fallschirmjägerzeit ansatzweise erfahren. Vielleicht nehmen mich auch deshalb die Bilder derart mit und lassen mich schlecht schlafen. Die Geschichte der Handvoll Soldaten der ukrainischen Schlangeninsel, die der russischen Flotte ein „Fuck yourself“ zuriefen als sie sich kampflos ergeben sollten und danach allesamt im festgenommen wurden oder starben, hat mich extrem beschäftigt. Hinzu kam, dass Lu aus Amsterdam Corona a la Omnikrom mitbrachte und mal wieder seinen Vater böse ansteckte. Glücklicherweise Li und Sue erneut nicht. Und erst heute mit Lu‘s Nachfeier seiner Volljährigkeit, geht es uns beiden Jungs wieder recht gut, auch wenn der ukrainische Alptraum nicht abebben will. Wenn sich Putin und seine unmenschlichen Verbrecher nicht an dem tapferen ukrainischen Volk die Zähne ausbeißen…..In jedem Fall werden wir Putins Russland boykottieren und unser Tripp nach Sankt Petersburg ist bereits gecancelt. Meine netten Spaziergänge im Gorky Park seinerzeit in Moskau werden wohl kaum ein Comeback feiern. Gut, dass der Westen einig ist wie nie und wir der Nato angehören. Gut, dass immer noch ein Funke Diplomatiehoffnung besteht und eines Tages diese Kriegstreiber und Kindermoerder ihrer gerechten Strafe zugefuehrt werden. Und gut, dass wir hier die Moeglichkeit haben zu helfen.

Recht ordentlich geworden sind in jedem Fall unsere beiden Eingänge mit Naturstein und je einer 180x60er Fliese. 160 Kilo wiegen die vorderen Blockstufen Tijan Dark. Wie auch immer Chris und Co diesen gehoben haben. Respekt! Nur Deni hat die Pflaster an der Garage zum Rand hin recht unregelmässig gelegt. Hoffe da geht noch was? Leider ist die Baustelle meines hinteren Nachbarn noch lange nicht final, so dass die weiteren Gala-Arbeiten Ruhen. En-bau wird den versprochenen Mutterboden erst in einigen Wochen liefern, so dass wir nicht weiterkommen. Auch von unserem Bauleiter hören wir nichts mehr und mit den steigenden Energiepreisen klettern quasi tagtäglich die Benzinpreise, aber auch die Preise fuer Fliesen und Co. Und unser Fliesenleger fuer die Terrasse lässt uns ebenfalls im Stich. Stornozeiten halt!

Lichtblick: Nils kann helfen die 40 Kubikmeter Mutterboden zu verteilen und er hat mit diesem Angebot heute einigen zeitlichen Druck von mir genommen. Nun bin ich unabhängig von unzuverlässigen Galabauern. Yes! Und zum zweiten war Lu diese Woche erstmals mit in Dagos Büro und schnuppert nun in den Foodsektor. Zwei Tage die Woche möchte er helfen und lernen. Wäre schön, wenn er Spass findet und gen Wirtschaft sein Studium aufnimmt. Ich habe ihm ein eigenes Bürozimmer hergerichtet inklusive Mikro gegen Heisshunger und Cooler und der erste Tag lief richtig gut. Letztlich ist es seine Entscheidung und Hauptsache er wird glücklich in seinem Job, sei es in Wirtschaft, Psychologie oder Pädagogik. Das ausgerechnet heute eine Freigabe eines Projektes für eine Cocktailmarke kam, ist eine glückliche Fügung, denn nun kann Lu einen typischen Job meiner Agentur von A bis Z miterleben.

Einen schlechten Job macht mal wieder die Stadt. Eher zufällig erfuhren wir von Bäumen, die vor unserem Traumblick gepflanzt werden sollen. 30-40 Meter hoch, ausgerechnet in der Regenmulde am besten noch unsere vorgeschriebenen Solarpanele verdeckend. Auf Anfrage meldet sich niemand zurück. Der Bürger, die Melkkuh ohne Mitsprachebefugnis. Gut, dass Dave unser Nachbar staedtischer Abgeordneter ist und zumindest er mit unserer Unterstützung etwas ausrichten kann. So die Hoffnung……. Analog zu Waldbogen 2.0. die nächste Schockernachricht. Jeder dieser Beamten wäre in der freien Wirtschaft verloren, wenn er sein Klientel derart behandeln würde.

Am Mittwoch kommt tatsächlich bereits unsere Terrassenüberdachung. 5×4 Meter sogar in RAL7016. Die Markise in mittelgrau mit Sue ausgewählt 8 Wochen später. Schlappe 10k kostet der Spass und da sind wir noch günstig und vor allem schnell unterwegs. Andere Angebote waren bis zu 50% teurer mit Lieferung im Herbst. Der nachbarschaftliche Tipp rundum Aylux war klasse, wie überhaupt unsere Truppe im Bogen gut funktioniert.

Raketen – artig?

Dem Himmel ueber Hometown Abbey zu urteilen, haben die Buerger dieses Landes mit dem Streichholz abgestimmt und der Politik einen Knallfrosch gezeigt. Wenig artig haben viele Nachbarn und Nichtlemminge Raketen ins neue Jahr 2022 steigen lassen. Typischerweise meinte die politische Elite ihren Buergern verantwortliches Handeln nicht zuzutrauen und verbot den Knallerverkauf. Wie gut, dass es das Internet gibt und wie in meinem Falle Restposten aus den letzten Jahren und so hatten Li und ich riesen Spass heute Nacht.

Zunächst wollte ich mit einigen Nachbarn einen Fackelzug fuer die Kids samt Stockbrotzubereitung organisieren. Da aber auch dies nicht der neusten ”10-Mann&Maus-Regelung” entsprochen haette, haben wir die Frischluftaktion abgesagt. Nicht wegen der Regelung, die komplett sinnfrei ist, da wir draussen gewesen waeren. Aber wer weiß, welcher Denunziantengeist unterwegs aufgetaucht waere…..

Vom Geist der Weihnacht bis Dinner for One samt Lis 14ten war unsere Christmaspremiere wunderbar. Endlich wieder mehr Energie, keine Handwerker und Baustress bis Baulaerm. Bis auf drei Galabauer und Recherchen zu Terrassenplatten und Pflastersteinen, habe ich die Seele in Sachen Baufortschritt baumeln lassen. Auch weil unser Bauleiter seit der Übergabe krank ist und so sind nicht einmal die fehlenden Papiere uebergeben worden, noch die laengst versprochene Rahmenreinigung erfolgt. Der Rolladenpartner schaffte es auch nicht die letzten drei Rollaeden korrekt zu konfigurieren und fuer den unsaeglichen Metallbauer hat nun Herr Becker seinen Bauanwalt ins Spielfeld eingebracht und eine letzte Abmahnung aufgesetzt. Nahezu alle Einzelpunkte des Uebergabeprotokolls sind durch die Erkrankung von Chris nicht abgearbeitet worden. Hoffen wir mal, dass er die Feiertage nutzen konnte, um wieder fit zu werden und den finalen Prozess anstoesst.

Same procedere as last year wird 2022 sicher nicht, denn ein solches Projekt wie in den letzten 15 Monaten duerfte einzigartig bleiben. Auch wenn mir Dagos Fussstapfen manchmal gefallen haben. Wobei dieser Job in der heutigen Zeit nochmals stressiger sein duerfte und ich somit nicht ungluecklich bin, dass ich Unternehmen berate und betreue, statt wie es einmal mein Traum war Architekt zu werden.

In den kommenden Tagen werden wir das Projekt Garagenzufahrt und Eingangsbereich angehen. Die KV fuer die Arbeiten schwanken zwischen 2, 8 bis 10 tsd., wobei der guenstigste Galabauer bereits bei Danny bewiesen hat, dass er sehr gut arbeitet. Verrückt wie unterschiedlich Handwerker kalkulieren oder zocken und wie wichtig Ausschreibungen sind.

Fauxpax am Rande; die Commerzbank hat uns Bereitstellungszinsen in Rechnung gestellt, da sich unser Bauprojekt deutlich verzoegert hat und die letzte Rechnung von Seiten en-bau auf Grund der vielen Optimierungspunkte fairerweise noch nicht gestellt wurde. Nach einem kurzen Telefonat musste ich zwar immerhin 700 Euro bezahlen; jedoch wurde der restliche Kredit nun ausgezahlt. Ein wenig schoener Nebeneffekt.

Sehr schoen allerdings mein neuer Kunde aus dem Spirutosenbereich, der uns hoffentlich mehr finanzielle Spielraeume fuer das neue Jahr bietet. Mein letzter echter Urlaub liegt exakt 1,5 Jahre zurueck. Eins von weiteren persönlichen Recoverzielen fuer 2022.

Heftige Wogen…

….am Waldbogen. Nach dem ausgerechnet ein lokaler CDU-Politiker vorschlug, den grün-doerflichen Charakter mitten in einer der groessten Metropolen Europas, dem schnoeden Mammon zu opfern und diese kleine Oase zu betonieren, war hier Alarmstimmung.

Nach kurzer Abstimmung mit einigen Nachbarn und Akteuren der Lokalpolitik, erschien unser offener Brief in der Presse und setzte dem Spuk ein vorlaeufiges Ende. Wobei in dieser Stadt mit diesen Politikern nichts unmoeglich scheint und wir auf der Hut sein werden. Zumindest FDP und Gruene haben dem Wahnwitz eine Absage erteilt und so bleibt zu hoffen, dass unser Blick gen Glen Highward gruen und unbebaut bleibt.

Schoen an der “little Horror-Story” war die solidarische Vorgehensweise dieser unserer kleinen Buergerschaft, denn insbesondere die suedlichen Bewohner waeren betroffen. Dennoch haben sich knapp 70 Familien an der Art Petition beteiligt. Ein gutes Gefuehl.

Es bleibt nun abzuwarten, was aus der Machbarkeitsstudie wird, die die Stadtoberhauptlinge in Auftrag gegeben haben. Warum nicht die unzaehligen Schrottimmobilien oder Industriebrachen renauturieren und entsptechend nutzen?

In Zeiten von Umweltschutz und Naturerhalt erscheint die Idee, die gruene Lunge der ehemaligen Bergbaustadt weiter zu beschneiden absurd und frech gegenueber denen, die dieses Fleckchen Erde nicht ohne Grund gewaehlt und entsprechend den Versprechungen der Stadt ordendlich dafuer bezahlt haben.

Sollte diese Pauke weiter getrommelt werden, duerfte hier ein gallisches Kriegsbeil ausgegraben werden.

Fleißige Handwerker

Wer will fleißige Handwerker sehen, der……Dagos Entspannungssong fuer Lu‘s erste Wochen ist aktuell Programm. Unsere Balter Big Ben-Läute klingelte Donnerstag in einer Tour. Dachdecker, Sanitär, Schreiner, Fliesenleger, Treppenbauer und Chris mit den Roskileuten im Schlepptau. Fast konnte man den Eindruck gewinnen, dass selbst der gelassene Chris mit seiner Geduld in Sachen Metallbauer am Ende ist. Dass unser Bauleiter wie auf dem Foto selber hier und da Hand anlegt, ist natürlich extrem hilfreich. Und das eine zweigeschossige Treppe innerhalb von 4-5 Stunden final eingebaut wird, war fuer mich eine grosse Überraschung. Auch beim Anbringen der Balkonbrüstung war Chris massgeblich beteiligt und koordinierte das ganze. In den kommenden Tagen wird das Endlosprojekt finalisiert. Und das nach 1,5 Jahren, denn der Balkon war Gegenstand der Vertragsunterlagen. Einzig positiv: Nun sieht er exakt so aus, wie vereinbart und Li kann ihre Balkontuer nun offiziell öffnen. Wie ich allerdings mit Roskis weiterem Gewerk auf dem Staffelgeschoss umgehe, werde ich mit unserem Gutachter eroerten muessen, denn Roski will nicht einmal einen Termin zur Umsetzung nennen. Komiker!

Weniger komisch ist ist unsere Gefühlswelt in unserem neuen Haus. Ungläubig, völlig ausgelaugt, fasziniert, müde, glücklich und insbesondere permanent suchend. Zeit zum genießen bleibt noch nicht wirklich und alle kämpfen mit leichten Erkältungssymptomen bei diesem Themsewetter. Exakt bis zu unserem Umzug schien ueber lange Phasen die Sonne. Nun ist alles grau in grau und nur zum Abend klart es auf, so dass heute der volle Mond über den Feldern steht. Mittwoch zoomen im Hafenbüro und Lus final Countdown mit Madame Lulu (werde unsere gemeinsamen Lunches vermissen). Donnerstag Abend weitere Leerung der alten Behausung mit Lu-Power und Currywurst-Streit und Sperrmüll entlang der gesamten Strassenfront. Am Freitag alles rundum TV, Fritz und Satelittenortung und Samstag die vierte oder fünfte Vollladung Pappe, Papier und Co am ZBH mit anschliessender Rundumpflege meiner geliebten Palmen und Olivenbaeume, die nun ein wenig Zauber rundum den Wildgarten hinten und Geröllhalden vorne bieten. Langsam aber sicher stellt sich eine Art Trage- und Kartonphobie ein, selbst wenn es heute gelang 4-5 weitere Behältnisse im Arbeitszimmer komplett zu leeren bzw. zu sortieren. Statt Weihnachtsmarkt (die in Bayern vom bauernschlauen Söder und seiner Angstkultur bereits verboten wurden) haben wir auch unseren zweiten Sonntag genutzt, um im Haus weiter voran zu kommen. Nur die Garage ist noch eine einzige wueste Lagerhalle. Gar nicht so easy Geduld zu bewahren Easy.

In jedem Fall freue ich mich, dass die offenen Wunden an meinen Haenden langsam abheilen und Sues linke Seite “nur“ noch violett erscheint. Ideal waere sicher eine indische Ayurveda-Kur. Mein offizieller Antrag einer Bauherrenkur bei en-bau ueber Doc Chris, quittierte dieser allerdings nur mit einem lachendem Smily. Dabei haette ich sie definitiv verdient. Immerhin gibts bei dm nun Ashwaganda und Brahmi…..

Tiefpunkt der Woche: Rockabilly-Legende Ted Herold ist heute tragisch verstorben. Ein echter Teddyboy. Das Highlight: Der Blick auf Glen Grant gen Hoheward, der uns nun tatsächlich tagtäglich begleiten wird. Unglaublich!

Flashback

Vor genau einem Jahr haben unsere Rohbauer die Bodenplatte gegossen. Selten ist ein Jahr derart gerast, derart stressig gewesen und hat ein derartiges Happy-end gefunden. Auch wenn wir alle recht platt sind gerade nach dem Umzug am Samstag, stellt sich immer mehr ein demuetiges Gluecksgefuehl ein, unser Traumhaus bezogen zu haben.

Natuerlich ist noch einiges im argen. Und leider ist es eben nicht so, dass mit Einzug Ruhe einkehrt. Jedoch soll tatsaechlich bald die Balkonbruestung fuer Li kommen. Nicht zu glauben…..Heute war auch der Dachdecker vor Ort und hat ebenfalls angekuendigt die Restarbeiten beim naechsten Sonnenwetter umzusetzen. Der Fliesenleger Kroh ist morgen am Start, um seine tolle Arbeit zu finalisieren. Leider funktioniert die Heizung immer noch nicht und Herr Angermann von Heisa Sendes laesst uns zappeln oder besser zittern. Und auch der Rolladenpartner Vogt kommt nicht aus den Hufen. Parallel dazu gibt es vieles zu organisieren und unser altes Haus ist ebenfalls noch lange nicht bezugsfertig.

Samstag war sicher der Hoehepunkt der letzen Wochen. Lu, Matz, Mik, Bast, Sila und die gesamte Family und Girlstruppe haben alles gegeben. Leider entpuppte sich die professionelle Umzugshilfe Ingo als kettenqualmender Pausenmacher, der nach Hochhiefung von Trockner und Waschmaschine kurz vor dem Herzinfarkt stand und spaeter beim “Rauswurf” von Li’s Schraenken aus dem OG in den Vorgarten mindestens einen Zahn locker hatte. Dafuer gab Andreas Gas und zeigte Lu, wie Mann mit Zurrgeschirr den schweren Garderobenschrank ins Haus hieft. Der wiederum hat gesichert in seinem ganzen leben nich nie so durchgezogen. Wahnsinn, was sich in unserem Haus angesammelt hat und wie viele Kartons und Objekte (die ich teils gar nicht mehr kannte) wir ruebergeschafft haben. Last Order hiess es dann gegen 21.00 Uhr mit der letzten LKW-Fuhre inklusive Pflanzen, Bikes und Kaminholz (wichtig). Selten war ich derart angespannt wie an diesem Tag. What a day….

Freitag soll nun auch das restliche Laminat fuer den zweiten Stock kommen, so dass auch die 400 Kilo Holz, die Killer Ayden mir morgen per Krahn auf das Staffelgeschoss hieft zu einer Sauna verbaut werden können; denn es wird nun nasskalt in good old Germany. Oder sollte ich besser sagen in Hometown Abbey, wenn man den Blick aus unserem Haus bei melancholisch-regnerischem Herbstwetter betrachtet? Darauf einen Glenfiddich!

Der Hexer

Wenn man einen Europameister im Cross-Triathlon im Alter von 82 Jahren an seiner Seite, kann einem nicht viel passieren. Gerd in Action beim Regalausbau der Harry Potter-Kammer. Mit etwas Schrecken musste Suse in dieser Woche feststellen, dass eine rutschige Treppe zu ordentlich blau-bunten Flecken fuehren kann. Waehrend ich bei meinem fast ritualisierten 20.00 Uhr-Bad lag, um meine Knochen fuer den kommenden Tag einigermassen in Schuss zu halten, hoerte ich unvermittelt donnerne Geraeusche im Keller. Poltergeister? Es folgten Klagelaute mit anschliessendem unglaeubigen Staunen. Inzwischen ist die gesamte rechte Seite eine Art Regenbogen-Tatoo bei Chica Sue. Sie kaempft weiter mit unzaehligen Kartons und Lus Zimmer, das einem Truemmerfeld gleicht.

Sandi und Jil geben alles in Sachen Kleinmoebel (was fuer ein genialer 50er-Jahre-like Nachttisch ist das bitte) und Ikeaschraenken und Mum hilft beim Wienern der neuen Kueche, die von Brauckhoff just in time geliefert und aufgebaut wurde. Top! Marco hats ebenfalls gestern geschafft den Kamin zu finalisieren, so dass er ein wahrer Ey-Catcher geworden ist. Gleich kommt Loverre und wir zuenden das erste Feuer.

Chris unser Bauleiter hat tatsaechlich sein Versprechen wahr gemacht und eigenhaendig den vielen Baumuell der Baustelle eingesammelt, wobei er leider die ganzen Klinkerreste hat liegen lassen – dennoch bemerkenswert sein Einsatz! Und das, dass Warmwasser nicht lief, da der Monteur mal wieder nicht ganz auf der Hoehe war und alle Regler auf volle Pulle stellte, nicht aber das warme Wasser auf Go drueckte, ist halt ein Klassiker, der Chris und mich mal wieder herzlich wundern ließ. Gut, dass ich gestern in letzter Minute feststellte, dass ein Stopper der Rollaeden noch immer zu lang war fuer die französischen Balkone und fast eine weitere Rollade gekillt haette. Die beiden immer noch kaputten sollen am kommenden Montag dann doch final repariert werden. Man habe nun ueber die Firma Selve den Fehler gefunden. Man fragt sich nur, warum dieser Anruf nicht direkt getaetigt wurde? Im Ergebnis stehen nun ueber 500 Euro Zusatzkosten, die ich nun zusätzlich tragen muesste fuer Maler und Elektriker. Warten wir mal ab…..

Heute beginnt Umzug Teil 1 und ich bin recht zuversichtlich, dass ab Sonntag wieder ein normales Leben moeglich ist. Froh bin ich, dass mein Hauptkunde exakt erst ab kommender Woche meine Hilfe benoetigt und mich der Job in der heissen Eigenleistungsphase nicht voellig erschöpft hat.

Positives Highlight der Woche war sicher der Aachener-Luetticher Antikschrank der Firma Antik-Garden als Megasurprise fuer Lu, ein Mathereturn von Li trotz dieser turbulenten Zeit und ein neuer Kuehlschrank (leider ohne Icecruncher, da zu breit) gestern bestellt und heute geliefert. Das kann leider nur Armazohn….leider!

Mr. Woiki hat gestern seine Elektroarbeiten abgeschlossen und das Aussenlicht ist eine Augenweide, wie auch der gesamte Eingangsbereich, der ein wenig London-Calling versprueht. Auf den letzten Metern haben wir ueber eine nette Nachbarin den Tip der Letterbox erhalten. Die etwas andere Art des Postkastens. Herrlich!

Herr Gotzhein baut aktuell die Tuer unter der Treppe ein, wird im Anschluss unsere Schraenke zerlegen und morgen wieder aufbauen. Laeuft und alles besser als wochenlange Malerarbeiten….

Lockup

Mit dem heutigen Tag haben wir die Schluesselgewalt und duerfen nun den Laden autak auf – und abschliessen. Cheers und Prosit zunaechst einmal mit gebremster Heiterkeit. Zu viel Stress in den zurueckliegenden Wochen mit vielen zum Teil vermeidbaren Unzulaenglichkeiten, Verzögerungen und fehlendem Support. Nur die eigenen Gewerke liefen und laufen reibungslos. Marco der Firma HaTroc aus Schermbeck ist solch ein Partner, der unseren Kamin mit einer Natursteinfliese veredelt hat. In wenigen Stunden ein 1-A-Job. Mr. Pink hat ihn uns empfohlen und insbesondere fuer Sanitaer werde ich Marco sicher noch häufiger kontaktieren. Wenn ich solche Jungs wie Marco oder Ossi nicht gehabt haette….Und ich darf nicht daran denken, welcher Zusatzaufwand notwendig war, um beispielsweise unser Treppenhaus in Q2 zu verwandeln, permanent verdreckte Waende zu streichen oder die aufgespitzten Rollaedentaster wieder zu verschließen. Darueber spricht natürlich niemand mehr.

Die gestrige Abnahme war anstrengend und langwierig. Knapp 50 Punkte von fehlerhaften Rollaeden, verdreckter Fassade, oder nicht abnehmbaren Rahmen auf Grund fehlender Reinigung bis hin zur immer noch bestehender Muellkippe rundums Haus zeugen von weiteren Herausforderungen, die laengst erledigt sein muessten. Da der Metallbauer immer noch nicht in der Lage ist nach 6 Monaten zu liefern, können wir auf unbefristete Sicht, nicht einmal die Balkone benutzen. Eine Frechheit und es ist kein Wunder, dass diese Firma bereits einmal pleite ging, wie ich jetzt erfuhr. Ein Knaller ist auch die vergebliche Suche nach dem Schuldigen, der fuer die 5.000 Kilowattstundenverbrauch zustaendig ist, die vor allem deshalb entstanden sind, weil die Sole bereits vor Wochen hätte eingebaut werden koennen. Schuldzuweisungen statt ehrlicher Karten auch bei der Rolladenarie, die kein Ende findet und heute ganze 7 Verantwortliche in lange Diskussionen ohne Ergebnis verstrickte. Auch hier werde ich die Stunden meines Elektrikers nicht ewig alleine tragen.

Da gestern noch die Schluessel fehlten, war dann heute der D-Day samt Vollversammlung: Fliesenleger, Maler/Kamin, Kuechenbauer, Elektriker, Rolladenpartner, Moebellieferanten, Laminatverleger, Heizungsmonteur und mitten drin Chris und ich inklusive zahlreicher Telefonate mit Galabauer oder Parkettfirmen und weiteren Elektroarbeiten mit Mr. Ossi.

Der Hit des Tages; beim Freilegen der Tuergriffe entpuppten sich diamantenartige Strassteine auf den Laengsseiten, dass ein russischer Oligarch die pure Freude haette. Wie man uns solch einen Tuergriff bei klassizistischer Architektur zugetraut hat, laesst uns erstaunen, zumal er in der Konfigurationsseite nicht ansatzweise als derart pornlike beschrieben wurde. Mitdenken – Freude schenken nein danke. Herr Ochtrup von Vogt hat immerhin versprochen kulant nach Alternativen zu suchen.

Unterm Strich sind wir nun kurz vor dem Move und ab kommender Woche und den nun folgenden Opimierungen durch en-bau bis Ende des Jahres sehr happy. Und unter Beruecksichtigung der Wachstumsexplosion des Bautraegers, der Materialknappheit und Coronapandemie ist eine 4-wöchige Verspaetung in Ordnung.

Moegen die letzten Meter nicht in unwuerdigen Schuldzuweisungen und Endlosoptimierungen enden.

Das die Uebergabe unsere Traumhauses exakt am Geburtstag von Papa und Architekt Dago geboren am 08.11.1933 vollzogen wurde, kann kein Zufall gewesen sein. Er hats sicher virtuell verfolgt.

Durchblick

….scheint nur mehr unsere Fee zu bewahren, nebst tiefster Entspanntheit. Waehrend Familie Pink heute mit 2 Monaten Verzoegerung eingezogen ist, startete bei uns heute im dritten Anlauf immerhin der Fensterputzer. Denn am Montag ist die Uebergabe und da hilft klare Sicht. Mit unseren 22 bodentiefen Fenstern hatte der Partner von en-bau maechtig zu wiehnern. Und tatsaechlich wird er Montag weitermachen, da er verständlicherweise vorhin nach ca. 4,5 Std. und dem Megarevival ”Wetten dass….” zum Abend den Wischer fallen liess. Eigentlich sollte das ganze bereits Mittwoch abgeschlossen sein. Aber wir sind ja inzwischen abgehaertet in Sachen Terminsicherheit bzw. Verlässlichkeit.

Sicher aber war heute ein guter Tag. Nachdem Gerti und ich seit Mittwoch, parallel zu Andreas von Gotzhein im OG, Lu’s wundeschoenes Whiskey-Laminat final verlegt haben, war auch die Girls-Group vor Ort. Lil, Jili, Ariana, Bienchen, Vilolia und Muttarn. Oma Hanna schwang trotz Hueftprellung selbige und dat Irmchen sorgte fuer ein Catering vom feinsten. Alle Filzlaeufer raus, die Treppe entpuppt und der erste grosse Hausputz nahm seinen Lauf. Da gestern bereits die Firma Bauking terminzuverlaessig die Innentueren eingebaut hat, verlassen wir endlich die Rohbauoptik innen und die Raeume werden warm und wohnlich schoen. Das Parador-Laminat Eiche-History ist ein Volltreffer. Und mit einigen Huerden (die permanente Suche nach weggelegtem Werkzeug oder Schrauben ist einfach nur nervig) konnte ich weitere Lampen in Kueche, Abstellraum und Flur ohne Herzflimmern anbringen, während Gerti voller Stolz und Freude das Laminat zum Gartenfenster bei Lu zu Ende fuehrte. Nun fehlt nur mehr das Staffelgeschoss, dass ich allerdings ueber Gotzhein beauftragt habe, da die Zeit bis zum Einzug wie im Flug dahin rauscht.

Quasi taeglich erreichen uns aktuell Pakete mit Lampen, Nachttisch, Lichtfallen oder Sprechanlagen. Ich habe das „kleine Zubehör“ komplett unterschätzt und haette mich frueher kuemmern müssen. Wie auch Lu einfach deutlich zu spaet sein neues Zimmer konfiguriert hat. Immerhin kommt am Dienstag bereits deutlich frueher als avisiert (auch das ist in diesen Zeiten moeglich) sein Futonbett und am Mittwoch werde ich ihn mega überraschen mit einem Antikschrank, in den er sich verliebt hat. Ein Aachen-Lütticher-Barock Eichenschrank. Erworben bei Antik-Garden wie bereits vor 6 Jahren unser Garderobenschrank. Sehr guter Service und direkte Lieferung in Lu’s neuen Wigwam.

Auch wenn unser Boy heute statt um 10.00 erst um 15.00 Uhr erschien, zieht er gut mit und hat heute die Garage komplett gesaeubert und gereinigt. Top! Waere nur schön, wenn en-bau auch unser Grundstueck von den vielen Ueberbleibseln einzelner Handwerker reinigt, bevor wir einziehen. Chris hat es mir schon laenger versprochen. Astschocke war sein Tip Borggreve Junior anzusprechen, um zu eruieren, inwieweit er Schotter vor unsere Garage kippt, dass wir nicht versumpfen. Da der nette Herr Travolta als LKW-Fuehrer der Firma Storck sympathisch erschien und er die Bruecke baute, haben wir doch ein sehr versoehnliches Ende mit Borggreve Junior gefunden. Denn fuer eine kleine Mark erhielten wir nicht nur 7 Kubikmeter Schotter, sondern eine Verdichtung dazu. Von dem „Herr der Ringe Zwerg“ Ayden (der heste Bauleiter der Welt) bekam ich gar kostenfrei eine Noppenbahn, die ich vor die Hauswand platzierte. Und wenn jetzt noch Dennis die Pflasterung des Eingangs vor Weihnachten hinbekommt, waere das sensationell und hilfreich fuer die Winterzeit. Dann kann Alex mich mal gerne haben, der unser Commitment schlicht nicht einhalten wollte, mit der Begruendung er habe nun Auftraege direkt in der Nachbarschaft. Leute gibts…..

Mr. Ossi hat nun auch die Garage final verputzt, so dass kein Unterschied zwischen Dawins Hausputz und der Garage zu sehen ist. 1a-Job wie alle meine Partner fuer die Eigenleistungen. Voltmann Woiki stach da sicher heraus und selten habe ich ihn derart steilgehen sehen, als Vogt die Rolladenmisere auf ihn abwaelzen wollte oder Chris als Bauleiter nicht zum entscheidenden Termin erschien.
Viel krasser fand ich, dass Woiki den Jungs aufzeigen musste, wie anfaellig deren Sendertests sind. Das ich mich inzwischen haeufig persoenlich darum kuemmern muss, dass derartige Termine eingehalten werden, ist schon ein Witz von Onkel Fritz (Gott hab Herthas Bruder selig). Und das Chris trotz Recherche nicht herausfindet, wer einfach an der Heizung rummanipuliert hat und die Vorlauftemperatur wochenlang auf 50 Grad stand, zeigt einmal mehr, dass der eine oder andere ”Partner” den Durchblick verloren hat.

Durch muessen wir nun durch diese eine noch ausstehende Woche vor dem Umzug. Wie heißt so schoen eine buddhistische Weisheit: Mein Lebenszug heißt Zuversicht.

Luftraum

Pedotherm ist der etwas seltsame Markenname des Herstellers unseres Lueftungssystems wie auch der Fussbodenheizung. Auch wenn die Einweisung gestern nach dem Motto “Dalli-Klick” verlief, so ist das System genial. Im Prinzip tauscht diese Wohnraumlüftung permanent die Luft im Haus auf kontrollierte Art und Weise. Im Winter sorgt ein Wärmetauscher dafür, dass bis zu 95 Prozent der ausströmenden Wärme mit der einströmenden Luft wieder genutzt werden. Im Sommer wird die einströmende Luft über eine Bypass-Regelung am Wärmetauscher vorbeigeführt, so dass die frische Luft direkt und kontinuierlich ins Haus strömt. Mit heute an Halloween und grandiosen 20 Grad duerfte also nach wie vor der Sommerbetrieb laufen.

Smarter Nebeneffekt: 30-50% Ersparnis soll das System an Heizkosten sparen. Das Konzept inklusive Erdwaerme als Standrad der en-bau-Vertraege in Ergaenzung zu der Solarloesung ist einfach top und sehr energiesparend.

Spärlich ist aktuell allerdings unser Baufortschritt, denn neben angeblichen Materialschwierigkeiten des Dachdeckers, meldet sich die Firma Roski Metallbau weder bei unserem Bauleiter noch bei mir persönlich. Selbst der Hinweis an Herrn Roski, dass seine Balkone als Absturzgitter hinreichende Bedingung der leangst ueberfaelligen Abnahme sind, scheint ihm schlicht einerlei. Handwerker sind die neuen Götter in blau, wie es scheint und haben es nicht einmal noetig zu antworten. Und das Herr Schaffeld als oberster En-bauer hier nicht persönlich interveniert, ist eines der Raetsel der letzten Wochen, die einfach nur energiezehrend mental wie koerperlich sind. Gut, dass die Malerarbeiten nach 4,5 Wochen abgeschlossen sind und mein handwerkliches Traineeprogramm nun etwas feinere Arbeiten vorsieht.

Mr. Klaus persoenlich hat mir am Donnerstag ein halbtaegiges Hardcore-Seminar in Elektrotechnik gewaehrt. Nach dem ich am Mittwoch bei der Befreiung aller Schalter und Steckdosen von Kleberesten einen fetten Stromschlag erhielt und kurzzeitig erahnen durfte wie sich ein Defibrillator anfuehlen muss, war es an der Zeit….. Und als gestern ”meine” ersten Wand- und Deckenleuchten selbstaendig verbaut leuchteten, strahlte auch ich vor Stolz eines Buerohengstes, dessen direkte Erfolgserlebnisse eher rar bis gar nicht erlebbar sind.

Rar war auch die Arbeit des Rolladenpartners. Obwohl seit Wochen bekannt war, dass immerhin 8 der 23 Rollaeden nicht korrekt funktionierten, ließ man Ossi und mich fleißig alles schön verspachteln und anstreichen, um dann am Donnerstag endlich vorbei zu schauen und die Waende fuer die Reparaturen zu öffnen. Da fehlen einem Worte. Und die Behauptung der Firma, es haette jemand an dem System manipuliert (was mit den ausgehändigten Sendern gar nicht moeglich ist) setzt dem ganzen die Rolladenkrone auf. Am kommenden Mittwoch ist ein Treffen mit dem Elektriker vorgesehen. Das wird sicher energiegeladen.

Mittwoch werde ich dann auch zum Laminatverleger geschult. Gerd und Christian wollen Hilfestellung bieten um die rund 50 Quadratmeter in Eigenleistung anzugehen. Und Arnold unser neu gewonnener Schreiner wird als Profi das OG verlegen, die Harry-Potter-Oeffnung und den Lichtschacht umsetzen. Lu und Matz haben gestern bereits das Laminat in alle Raeume geschleppt und verteilt. Gutes Fitnessprogramm fuer die beiden Baeren. Su und Lil haben parallel die Raeume gereinigt, wobei ich schlauerweise meinen Nachbarschaftskaffee stehen liess und Lil mitten drauf trat. Klirrendes Ergebnis: Das gesamte frisch gestrichene Treppenhaus hat nun wunderbare kuenstlerisch-chaotisch verteilte Kaffeelaeufe auf ca. 5 Quadratmeter. Ossi wird mich killen, wenn er das hört…..Halloween pur und mein anschliessender Mini-Amoklauf war slapstickgleich. Meine direkte Abbitte gegenüber Lil umfasste dann einen anschliessenden Kinobesuch mit Liveseats trotz meiner allmächtigen Sofa- und Relaxsehnsucht; fair-enough. In jedem Fall ist unser Haus nun frisch getauft und der Stapellauf kann gerne beginnen, so die Goetter in blau wollen.