Mit Ansage und ohne Not haben wir erneut Wasser im Vorbau. Seit Wochen gilt der Übergang zwischen Garage und Anbau als kritisch und von den Rohbauern, über unseren Gutachter bis zu mir als Laie war klar, dass auch die Schönwetterphase irgendwann zu Ende geht und erneut Gefahr droht. Und so drang letzte Woche kapilarartig-unartig das Regenwasser zwischen den Dämmplatten in die Wände des Anbaus. Und dies wo der Innenputz bereits angebracht ist. Fahrlässig wie Herr Becker schrieb, denn es war abzusehen, dass dies passiert und so fragen wir uns, ob wir im Murmeltierfilm, nach nun mehrmaligen Wassereintritten, sitzen.
Kurz vor Estrichverlegung erscheint diese Nachlässigkeit kaum nachvollziehbar. Und so bin ich seit Tagen erneut damit beschäftigt, das Trocknungsgeraet zu prüfen und den Raum dauer zu lüften. Meinem Nachbarn Mr. Pink geht es ähnlich und wir haben einen gewissen Co-Bauleiter-Status errungen, ohne dies tatsächlich gewollt zu haben. Und als wenn meine Dauerunterstützung nicht schon Stress genug wäre, finde ich letzte Woche den platzierten Entfeuchter inmitten einer riesen Wasserlache, da schlicht falsch aufgestellt. Wenn der Wurm drin ist, dann aber richtig…..
Am Freitag hat nun der Dachdecker Zeit gefunden, zumindest provisorisch den Übergang zur Garage abzudichten. Jedoch hat er nicht beachtet einen ordentlichen Regenablauf zu gestalten, dass die Rückwand des Anbaus nicht erneut feucht wird und pittoreske und nassfeuchte „Pusteblumen-Impressionen“ an der Innenwand wirft. Unser Bauleiter wollte dies eigentlich vor seinem Urlaub noch beheben. Im Ergebnis musste ich nun gerade in plötzlich auftretendem Starkregen eine abenteuerliche Selbstkonstruktion mit Folien, Dämmmaterialien und Planken entwickeln, um so diese Wand zu schützen. In der Hoffnung, dass dieser unsachgemäße Schutz hilft.
In der kommenden Woche wird nun nach der professionellen Verlegung des Lüftungssystems Pedotherm, die Fußbodenheizung und direkt im Anschluss der Estrich verlegt. Es sei denn unser Gutachter stellt am Mittwoch zur nächsten Abnahme erneute feuchte Wände im Vorbau fest. Aktuell sind wir in den letzten Tagen durch Lüftung und Entfeuchter von > 90% auf 40-60% herunter. Ziel müssen die bereits erlangten 30% sein, denn bei höherer Feuchte droht mit Estrichverlegung Schimmelbildung.
Wir sind froh nun mit Herrn Becker einen versierten und proaktiven Gutachter zu haben. Ob nun rostige und fehlerhaft erstellte Konsolen, angebrannte Fensterlaibungen, frühzeitige Warnungen vor baulichen Gefahrenstellen, Schwächen beim Innenputz (der im großen und ganzen recht ordentliche angebracht wurde) oder die gesamte Dokumentation – ohne Gutachter wären wir nicht in der Lage, alle Feinheiten zu prüfen und spätere Mängel nachvollziehen zu können.
Gut, dass Lu mit seiner Abinote 1,9 uns derart Freude bereitet hat, dass der Baustress etwas in den Hintergrund gerückt ist. Die Überraschungsparty Freitag war überwältigend und schön. Möge uns allerdings die kommende Woche keine weiteren Überraschungen bieten. Denn leider sind bereits in dieser Nacht und in den kommenden Tagen ordentlich Gewitter und Regenfälle angesagt……